In Birma endete heute der Hausarrest der Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi. Am Morgen entfernten Polizisten die Absperrungen rund um ihr Haus in Rangun unter den Augen von ca. 2000 Menschen, die ihrer Freilassung entgegensahen.
Die Partei der 65-jährige gewann 1990 die letzten freien Wahlen in Burma, doch das herrschende Militärregime erkannte dieses Ergebnis nicht an und inhaftierte Suu Kyi. Die Menschenrechtsaktivistin verbrachte 15 der letzten 21 Jahre entweder im Gefängnis oder unter Hausarrest. Seit 2003 war sie von der Außenwelt abgeschnitten, hatte weder Telefon oder Internetanschluss. Allerdings wurde es ihr erlaubt UN-Mitarbeiter und Journalisten zu empfangen.
Was sie in näherer Zukunft vor hat, ist noch nicht bekannt. Bekannt wurde nur, dass ihrem Sohn Kim Aris ein Einreisevisum gewährt wurde, um seine Mutter zu besuchen.
Unbeantwortet bleibt auch die Frage, warum Aung San Suu Kyi jetzt, kurz nach den Wahlen in Burma, entlassen wurde. Schließlich hat das Regime nie davor zurückgeschreckt ihren Hausarrest durch fadenscheinige Anklagen zu verlängern.