Mittwoch, 23. September 2009

Justine Henin kehrt zum Profitennis zurück

Ein bittersüßes, leicht entsetztes „Wow!“ war das Einzige, zu dem ich gestern Abend fähig war, als ich die Nachricht von Justine Henins Rücktritt vom Rücktritt vom Profitennis las.
Ich möchte voran stellen, dass ich mir in den sechzehn Monaten ihrer Abwesenheit vom Tennis Circuit kaum etwas mehr gewünscht habe, als dass sie noch da wäre.
Aber nun … dieser Rücktritt von Rücktritt … ließ mich gestern Abend enttäuscht und im ersten Moment ohne Worte vor dieser Nachricht sitzen.

Freitag, 18. September 2009

Die Republikanische Opposition

Die nächsten Posts werden sich mit der "republikanischen Opposition" während der Amtszeiten demokratischer Präsidenten in den USA beschäftigen. Verschwörungstheoretiker und Verschwörungstheorien der extremen Rechten gibt es nämlich nicht erst seit der "Birther Conspiracy" um Präsident Obama. Schon Franklin D. Roosevelt hatte einiges über Charles Coughlin zu lachen, Harry Trueman sah sich Joe McCarthy dem Kommunistenjäger gegenüber und JFK hatte es mit der John Birch Society zu tun. "The Clinton Chronicles" gaben einen Einblick in das angebliche Doppelleben des Präsidenten als Mörder und "The Birther Consipracy" besagt, Obama sei gar nicht amerikanischer Staatsbürger und daher auch nicht rechtmäßiger Präsident.
Viel Spaß in der skurilen amerikanischen "Politik"!

Mittwoch, 16. September 2009

Joe "You lie!" Wilson bekommt Konkurrenz

Joe Wilson, seit seiner Attacke auf Präsident Obama neuer Liebling der extremen Rechten in den USA, bekommt Konkurrenz vom demokratischen Herausforderer in seinem Wahlkreis. Rob Miller, Irak-Veteran, erhielt in den ersten 48 Stunden nach Wilsons "You lie!" mehr als 25000 Einzelspenden, die zusammen etwa 1 Mio. US$ ausmachten. (Auf seinem Kampagnenkonto lagen bis dahin nur 60.000 US$.) Die neuste Wahlumfrage zeigt, dass Miller seinen Konkurrenten inzwischen um einen Prozentpunkt überholt hat.
Und das im konservativen South Carolina! Anscheinend gibt es doch noch ein paar Republikaner, die nicht den Verschwörungstheorien des rechten Rands verfallen.

Freitag, 11. September 2009

You lie!

Nikita Crustschow nutzte seinen Schuh, um seiner Meinung Nachdruck zu verleihen, im japanischen Parlament prügelte man sich und im US-Kongress schreit man neuerdings in die Rede des Präsidenten. Joe Wilsons Ausbruch während der Rede Obamas zur Gesundheitsreform am 09.09. wurde von den meisten seiner republikanischen Kollegen im Kongress sofort verurteilt und auch Wilson selbst entschuldigte sich für seine "You lie!" Attacke.
Doch was in den letzten beiden Tagen folgte, ist ein Symptom für den Zustand der Republikaner. Wilson, der bisher ein eher unbekannter Abgeordneter war, warf die Gelddruckmaschine an - er postete ein Video bei Youtube, republikanische Organisationen ließen "I'm with Joe Wilson!" T-Shirts drucken und die extreme Rechte der Partei scharrte sich um ihn. Letzteres ist ja schon völlig normal für die republikanische Partei, stößt jedoch viele der Wähler vor den Kopf.
Rob Miller, Wilsons demokratischer Gegenkandidat bei den nächsten Kongresswahlen, konnte so seit der Entgleisung Wilsons angeblich 350.000 $ an Spenden sammeln.

Über Wilsons Zwischenruf berichtete gestern auch Rachel Maddow auf MSNBC:

Mittwoch, 9. September 2009

A New Literacy?

Vor kurzem erschien im Wired Magazine ein Artikel von Clive Thompson, in dem er sich mit einer Studie zur Lese- und Schreibfertigkeit der Amerikaner auseinandersetzt. Thessaly LaForce kommentierte das im The New Yorker mit der Frage:
A New Literacy?
In dieser Studie untersuchte die Stanford-Professorin Andrea Lunsford Schreibproben von fast 15000 Stanfordstudenten zwischen 2001 und 2006. Darunter war nicht nur für den Unterricht Geschriebenes, sondern auch Blogs, Chats, E-Mails und Tagebucheinträge. Sie stellte fest, dass heute wesentlich mehr geschrieben wird als früher und dass 38% dessen für außeruniversitäre Zwecke bestimmt ist. Der Grund dafür ist einfach. Sozialisation findet heute zum Teil über das Internet statt und das bedeutet über Text. Die Sprache an sich wird dadurch nicht negativ beeinflusst, d.h. Chatsprache findet keinen Eingang in die universitären Arbeiten, wie Lunsford herausfand.
Fazit: Es wird immer mehr geschrieben. Dennoch muss man sich fragen, wie repräsentativ diese Studie ist. Offensichtich kann sie die Frage nach der gesellschaftlichen Verteilung der Schreibenden nicht beantworten. Dabei ist es wahrscheinlich immer noch nur eine gebildete Schicht der Bevölkerung, die qualitativ schreibt. (Ich sehe hierbei von Chats ab, die ja eher das gesprochene als das geschriebene Wort nachahmen.)