Montag, 24. Januar 2011

Steuerverschwendung auf amerikanisch - Die Kosten von DADT

555 Mio. US$ hat die amerikanische Regierung von 1994 bis 2010 laut dem Williams Institute an der UCLA School of Law allein durch die Anwendung der DADT-Gesetzgebung verschwendet. Hinter diesen 555 Mio. US$ stecken 13194 Männer und Frauen (Zahl von 1994-2009), die in diesem Zeitraum ehrenhaft oder auch unehrenhaft aus dem Militär entlassen wurden.
Jede Entlassung hat dem Staat damit zwischen 22.000 und 43.000 US$ gekostet, worin die Kosten für das Entlassungsverfahren und die Ausbildung eines Ersatzes für den Entlassenen zusammengefasst werden.Diese Politik hat dem amerikanischen Staat nicht nur viel Geld gekostet und es notwendig gemacht militärisches Personal, sondern auch der gesamten Truppe geschadet. Damit wurde genau der gegenteilige Effekt erzielt, den man mit DADT im Auge hatte. DADT sollte nach Jahren des Ausschlusses Homosexueller vom Militärdienst unverzichtbare Talente im Militär halten, die Privatsphäre schützen, Moral, Bereitschaft und Zusammenhalt der Einheiten stärken. Doch was wurde erreicht?

Mittwoch, 12. Januar 2011

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

Witali Nikischin, ein 22-jähriger Student aus Jekaterinbung, versucht seit Beginn des Jahres mit dem sogenannten Lebensmittelkorb auszukommen. Die russische Variante von Hartz IV deckt die minimalen Lebenshaltungskosten eines Russen ab und ist in jeder Region unterschiedlich hoch. Ein Russe in Fernost zahlt schließlich durch die hohen Transportkosten für Obst und Gemüse wesentlich mehr als ein Russe im europäischen Teil des Landes. 
In Jekaterinburg im Ural beträgt dieser Betrag momentan 2632 Rubel, ca. 68€. Dieser Lebensmittelkorb orientiert sich an der Armutsgrenze, genauso wie die Mindestlöhne und Renten. Wie man damit über den Monat kommen soll, versucht Witali nun einen Monat lang nachzuvollziehen. Auf seiner Homepage dokumentiert er in Bildern, was und wieviel er ist. Und das Ergebnis ist erschreckend! Nach zwölf Tagen hat er schon 1,5 kg abgenommen.   
Von wieviel oder was sich die 13,5 Mio. Russen ernähren sollen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, bleibt fraglich.