Dienstag, 27. Dezember 2011

Vor einem Jahr: US-Senat beendet "Don't Ask, Don't Tell"

Im letzten Dezember stimmte der US-Senat einem Gesetzentwurf zur Aufhebung von DADT zu. Seit dem hat sich vieles getan. Das Militär musste sich natürlich erst einmal auf die "vielen" Veränderungen, die da auf sie zu kamen, "einstellen" und die potenziellen republikanischen Präsidentschaftskandidaten schworen hoch und heilig DADT wieder einzuführen, sollten sie die Wahlen gewinnen. So dauerte es noch bis zum 20. September diesen Jahres, ehe DADT sein endgültiges Ende fand.

Montag, 26. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!!!!


Frohe Weihnachten!Und ein paar Bildergrüße von mir und meiner Familie!!!!

Bis bald Maya

Samstag, 24. Dezember 2011

Montag, 19. Dezember 2011

Der Diktator ist tot. Lang lebe der Diktator!

Nordkoreas langjähriger Diktator, ähm Staatspräsident!, Kim Jong Il ist im Alter von 69 Jahren verstorben. Die Tradition der Familiendiktatur soll sein jüngster Sohn Kim Jong Un fortführen. Aber zunächst einmal hat die Nachricht von Tod des Diktators ganz Südostasien in Aufruhr versetzt. Nein, nicht aus einem übermächtigen Trauerschmerz heraus, sondern auf Grund des (vermeintlichen) politischen Vakuums, dass damit in dem völlig verarmten Land mit der weltweit größten stehenden Armee, besteht. Die Süddeutsche berichtet über die Nachfolge in Nordkorea.

Dienstag, 6. Dezember 2011

The Way We Live Now - Susan Sontag

Nachtrag zum Welt-Aids-Tag 2011:
Gerade entdeckte ich auf der Seite des New Yorker, in ihrem digitalen Archiv, die Kurzgeschichte The Way We Live Now von Susan Sontag aus dem Jahre 1986. Im Fokus steht die Entwicklung der AIDS-Krise in den frühen 1980er Jahren und ihre Ausbreitung in der kulturellen Elite New Yorks. Aus der Sicht der Freunde eines an AIDS erkrankter Mannes, der unbenannt bleibt, wird das Voranschreiten seiner Krankheit beschrieben. Erstaunlich ist bei der in Gesprächsfragmenten erzählten Kurzgeschichte, dass nicht ein einziges Mal die Worte  "HIV" oder "AIDS" erwähnt werden. Vielmehr stehen hier die Freunde des Erkrankten und die Auswirkungen der Krankheit auf ihre Leben im Mittelpunkt.

Montag, 5. Dezember 2011

Russland hat gewählt

Am gestrigen Sonntag war es mal wieder soweit: Die etwa 110 Mio. wahlberechtigten Russen durften eine neue Duma wählen.Und nach guter russischer Sitte gab es natürlich auch wieder Wahlfälschung: Es lagen schon jede Menge Wahlzettel in den Wahlurnen bei Öffnung der Wahllokale und es wurden auch wieder Wähler von einem Wahllokal ins andere gekarrt, um ihre "Stimme" abzugeben.

Freitag, 2. Dezember 2011

Carl Orff: Carmina Burana

Ich erinnere mich an Sonntage in meiner Heimat als ich "Carmina Burana" von Carl Orff so laut wie möglich aufdrehte (was an Sonntagmorgenden schwierig ist) und die (v.a.) lateinischen Wörter durch mich hindurch strömen ließ.

Donnerstag, 17. November 2011

Mein erstes Mal

… Blut abnehmen und Flexülen legen stand heute für mich im Skills Lab meiner Uni an. In jüngster Zeit wurden an verschiedenen medizinischen Fakultäten in Deutschland diese Skills Labs gegründet, wo man, wie der Name schon sagt, die „Skills“ erlernen kann, die man für das Überleben des medizinischen Alltags als kleiner, unwissender, nichts könnender, von seinen Chefs gebeutelter Famulant (ärztlicher Praktikant) benötigt. Aber nicht nur solche Sachen kann man sich dort aneignen, sondern auch beispielsweise so etwas sehr Spezielles wie der Neugeborenen-Notfall oder Intubation. Geleitet werden diese Kurse entweder bei solchen leichten Sachen wie Blut abnehmen von Studenten oder bei komplizierteren wie Ultraschall von Ärzten. Als Opfer, äh Patienten, stehen einem die eigenen Kommilitonen zur Verfügung - natürlich nur unter der Bedingung später Rache üben zu dürfen.

Dienstag, 15. November 2011

KaWe-Hymne

Bei meiner Suche nach etwas ganz anderem bin ich über die Hymne der Stadt Königs Wusterhausen, liebevoll "KaWe" genannt, gestolpert. Man nehme 'nen bisschen Rap, etwas Schlager und guten DDR-Pop-Sound und schon hat man folgenden Song:

Mittwoch, 9. November 2011

Nebel, Wasser, gaga, Zahnarzt

Es gibt Tage, die man einfach nur hinter sich bringen möchte. Maya schrieb 2009 schon einmal über „Das unheimliche Treiben der Weihnachtsgeister“ auf diesem Blog und schilderte ihre kuriose Bahnfahrt von Greifswald nach Berlin. Bei mir fing heute alles mit einem Blick aus dem Fenster an: dicker Nebel. Ächz, bibber! Das erinnerte mich sehr an viele Herbste an der Ostsee. Auf dem Weg zur Arbeit traf ich dann zwei meiner Kolleginnen und wir erlebten ein wahres Mysterium!

Dienstag, 8. November 2011

Ostseepipeline eröffnet

Heute wurde in Lubmin an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern offiziell die Ostseegaspipeline der Nord Stream AG eröffnet. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit war am Dienstag der erste Strang des 7,4 Mrd. Euro teuren Projekts fertig gestellt worden. Die Gästeliste bei der heutigen Eröffnung der Pipeline macht deutlich, dass es sich dabei um kein gewöhnliches Projekt handelt. Unter den 500 Gästen befanden sich Bundeskanzlerin Merkel, Russlands Präsident Medwedew, Frankreichs Premier Francois Fillon, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und als Aufsichtsratsvorsitzender der Nord Stream AG Alt-Kanzler Schröder.

Sonntag, 6. November 2011

Telejura

So macht Jura Spaß!
http://www.youtube.com/user/TeleJura1#p/u

Hier der juristische Klassiker der Weinversteigerung. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Erklärungsbewusstsein.

Montag, 31. Oktober 2011

Happy Halloween!

Um es mit Dr. des. Knochenflickers Worten zu sagen: Bei uns liegen nur noch Köpfe rum!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Back to the Roots

An diesem Wochenende machten Maya und ich einen Ausflug zur Stätte unserer akademischen Bildung.



Samstag, 15. Oktober 2011

Occupy Wall Street goes Global

Seit fast vier Wochen protestieren Menschen in den gesamten USA gegen die Macht der Wall Street und das eine Prozent an Reichen, dass die USA fest im Griff hat. Inzwischen sind diese Proteste im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise auch nach Europa und Deutschland übergeschwappt. Weltweit hatte das Bündnis „Global Change“ am Samstag, dem 15.10.11, zu einem Aktionstag aufgerufen. In knapp 1000 Städten in 82 Ländern wollten Menschen auf die Straße gehen. Etwa 5000 Menschen versammelten sich allein auf dem Alexanderplatz in Berlin, um ihre Kritik an den Finanzmärkten in einem Marsch zum Kanzleramt Ausdruck zu verleihen. Die deutschen und die amerikanischen Demonstranten eint die Forderung nach mehr politischer Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit.

Montag, 10. Oktober 2011

Das Mysterium "Physikum"

Wie der gemeine Medizinstudent auf das Wort „Physikum“ (offizieller Name: 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung - aber etwas zu lang um dies dauerhaft zu benutzen ;)) reagiert, hängt immer davon ab, in welchem Studienabschnitt er sich gerade befindet. Ist er noch Vorklinker, so wird er höchstwahrscheinlich erweiterte Pupillen bekommen, einen leicht nervös-fahrigen Eindruck beim Betrachter hinterlassen und angeben, ganz schnell wieder an seinen Schreibtisch zurückkehren zu müssen. Ist er dagegen Kliniker und hat er damit das Physikum schon hinter sich gebracht, so wird er vermutlich ein Dauergrinsen im Gesicht haben und von den ganzen Glückshormonen in seinem Blut high sein . . . Hauptsache man kommt in dieser Verfassung in keine Polizeikontrolle - das könnte in einen kleinen Drogentest ausarten! Dreimal dürft ihr raten in welcher dieser Phasen ich mich gerade befinde - ja richtig geraten: ich laufe mit einem Dauergrinsen durch das Leben.

Freitag, 7. Oktober 2011

Friedensaktivistinnen erhalten Nobelpreis

Ehrte das Friedensnobelpreiskomitee in den letzten Jahren vor allem Politiker, die eine Machtambivalenz mit sich brachten, kehrte es in diesem Jahr zu seinen Wurzeln zurück: Es verlieh drei (fast) unbekannte Frauenrechtlerinnen, die in ihren Heimatländern für den Frieden kämpfen, den Nobelpreis.

10 Jahre USA in Afghanistan

Vor zehn Jahren begann die USA mit ihrem "Rachefeldzug" gegen die Taliban in Afghanistan. Osama bin Laden ist inzwischen tod, aber mit ihm auch ca. 1.800 amerikanische Soldaten und 8.800 Zivilisten. Das ZDF berichtet über die Kriegsmüdigkeit der Amerikaner. 60% der Amerikaner lehnen inzwischen den Einsatz ab. 2014 sollen die letzten amerikanischen Truppen afghanischen Boden verlassen, versprach Präsident Obama. Die Frankfurter Allgemeine hat die Bilder zum Krieg zusammen gestellt.

Dienstag, 4. Oktober 2011

I'm F*cking Matt Damon

Heute Abend stand ich in der Küche beim Abwaschen und mir fiel dieses Lied wieder ein, über das ich mich vor einigen Jahren schon köstlich amüsiert hatte. Natürlich möchte ich euch an der ganzen Geschichte zwischen Matt Damon und dem Late-Night-Talker Jimmy Kimmel teilhaben lassen.

Mittwoch, 28. September 2011

Machtwechsel auf Russisch: перемень власти

Für obengenannte Übersetzung übernehme ich keine Verantwortung. Könnte aber sein, dass es richtig ist. Wenn nicht, korrigiert mich bitte. Seht euch auch an, was NTV dazu zu sagen hat:
http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Putin-und-Medwedew-tauschen-Aemter-article4396136.html

Montag, 26. September 2011

Gore Vidal: Hollywood

Vidals „Hollywood“ ist der 5. Teil seiner „Narratives of Empire“ Reihe, die einzelne Aspekte der amerikanischen Zeitgeschichte schildert und mit fiktionalen Elementen zu Romanen verarbeitet. Gleichzeitig ist dies der erste Teil der Reihe, den ich im Oktober 2009 las. „Hollywood“ befasst sich mit dem Jahren 1917 bis 1924 und erzählt vom amerikanischen Selbstbild und dem Weltbild der USA während der Entstehung der Filmindustrie. Der Zeitabschnitt meint auch, dass uns hier die Präsidenten Woodrow Wilson und Warren G. Harding ebenso begegnen wie Henry Cabot Lodge, dessen Enkel H.C. Lodge jr., dem späteren U.N. und westdeutschem Botschafter, und dem Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst. Auf der fiktiven Seite folgt Vidal dem Leben der Halbgeschwister Blaise und Caroline Sanford, den Verlegern der Washington Tribune.

Samstag, 24. September 2011

Dr. des. Knochenflicker - die harten Fakten

Name: Dr. des. Knochenflicker (Ja, ich habe keinen Vornamen.)
Alter: Genau betrachtet 1½ Jahre. Aber mindestens so alt um Medizin zu studieren.
Geschlecht: weiblich (Dazu gibt es nichts mehr zu sagen.)
Wohnort: An der schönen Ostseeküste, dort wo die Fischköppe herkommen.
Beruf: beinahe Arzt, inzwischen cand. med. (googelt es selbst!)
Hobbys: Während der Vorlesung schlafen, weil ich in der Nacht davor zu viele Arztserien gesehen habe. Bücherberge von und zur Bibliothek zurück schleppen. Patienten mit dem Reflexhammer an Stellen schlagen, an denen gar keine Reflexe sind. Mein Studium per Blog-Einträgen dokumentieren. Weißkitteln hinterher sehen.

Montag, 19. September 2011

Berlin vom Wasser aus

Den wahrscheinlich letzten halbwegs schönen Sommertag nutzend, erkundeten Dr. des. Knochenflicker und ich Berlin vom Wasser aus. Von der Jannowitzbrücke aus ging es los, unter der Oberbaum-Brücke hindurch und dann in den Landwehr-Kanal. Hier war erst einmal Kopf-Einziehen angesagt, da die Brücken so überaus niedrig sind. In Charlottenburg ging es dann zurück auf die Spree, durch das Regierungsviertel und schließlich an der Museumsinsel vorbei. Nach vier Stunden endete die Fahrt dort wo sie begonnen hatte: an der Jannowitzbrücke. Unsere Entdeckungen haben wir für euch fotografisch festgehalten:


Die Oberbaumbrücke

Freitag, 16. September 2011

Woche des Bürgerschaftlichen Engagements

Heute startet die "Woche des Bürgerschaftlichen Engagements". Noch bis zum 25. September wird das Engagement von 23 Mio. Bürgern in den Mittelpunkt gerückt und gewürdigt. "Engagement macht stark" lautet das Motto der inzwischen 7. Aktionswoche des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) , die zum einen die (nicht nur) im BBE vertretenen Engagierten würdigen, aber auch als Freiwilligenoffensive dienen will. In diesem Jahr wird die Kampagne wieder von Ulrike Folkerts und Peter Maffay als Engagementbotschaftern unterstützt. Ein zentrales Anliegen des Bundes­netz­werks ist es, eine Kultur der Aner­ken­nung bürger­schaft­li­chen Enga­ge­ments mitzu­ent­wi­ckeln und zu gestalten, um deut­lich zu machen, dass bürger­schaft­liche Enga­ge­ment und die aktive Betei­li­gung von möglichst vielen Menschen in einer Demo­kratie wichtig und unver­zichtbar sind. „Ein Zusam­men­leben in unserer Gesell­schaft ist über­haupt nur möglich, weil sich Menschen frei­willig und unent­gelt­lich in das Gemein­wesen einbringen. Schauen Sie nur auf die kommu­nale Ebene: Ohne die frei­wil­lige Feuer­wehr, ohne die vielen Aktiven in den Vereinen, sei es nun im Sport, in der Jugend­ar­beit oder in der Kultur – ginge es gar nicht.“, so der Vorsitzende des Spre­cher­rats des BBE, Prof. Dr. Thomas Olk.

Mittwoch, 14. September 2011

Weißrussland erlebt erneuten Währungscrash

Während Europa sich heute wieder über Griechenland gestritten und die deutsche Presse gerade noch über den Aufkauf europäischer Staatsanleihen durch China berichtet hat, wurde kaum über den heutigen Währungscrash in Europas letzter Diktatur berichtet. Nachdem der weißrussische Rubel schon einmal Ende Mai 2011 staatlich verordnet um 55% abgewertet worden war, fiel der Kurs in der ersten freien Handelssitzung an der Valuta-Börse heute um abermals 60%. Am Tagesanfang musste man also 7.281 Belarus-Rubel für 1 Euro bezahlen, am Ende des Tages waren es schon 11.500 Rubel.

Montag, 12. September 2011

Gore Vidal: Narratives of Empire

Wer mich kennt, weiß, dass wenn ich erst einmal eine/n Autor/in gefunden habe, den/die ich mag, ich alles lese, das es von ihm/ihr gibt. (Wow, ganze 5 Kommata in einem Satz!!!) Meine Faszination für das amerikanische Regierungssystem und die Auswüchse der daraus resultierenden Parteienlandschaft basieren nicht zuletzt auf der der Lektüre (oder sollte ich besser sagen: dem Verschlingen) von Gore Vidals "Narratives of Empire" Reihe.

Samstag, 10. September 2011

9/11 Wie ich den Tag erlebte

An Dienstag, dem 11. September 2001, war ich wie üblich zur Schule gegangen und nach einem anstrengenden Tag in der 13. Klasse eines kleinstädtischen, Brandenburger Gymnasiums nachhause gekommen. Ein spätes Mittagessen, vorbereitet von meiner Oma, später, fand ich mich im Sommerwohnzimmer in meinem Elternhaus wieder, das heute nur noch als Esszimmer genutzt wird. Ich erinnere mich nicht mehr, was ich mir im Fernsehen ansehen wollte, doch eines ist mir ins Gedächtnis gebrannt: die Berichterstattung von Peter Klöppel von RTL. Nicht verstehend, was es bedeutete, was ich da eigentlich mit ansah, saß ich stundenlang vor dem Fernseher und erlebte mit, wie das zweite Flugzeug vor meinen Augen in den zweiten Turm des World Trade Centre einschlug. Ich erlebte, wie Menschen aus den Türmen sprangen, wie die Türme in sich zusammen stürzten. Wenn ich bis dahin nicht glaubte, dass sich manche Ereignisse in das Gedächtnis einbrennen können, so weiß ich es jetzt besser. Die Fassungslosigkeit und das langsame Begreifen der Folgen, die ich an diesem Tag spürte, sind nach wie vor greifbar, erfahrbar. Das Entsetzen, die Hilflosigkeit und die Trauer sind nach wie vor in mir.   

Montag, 5. September 2011

Mittwoch, 31. August 2011

Genussscheine einmal wörtlich

Was macht der schlaue Bio-Bauer, wenn Geld für die nächste Investition her muss? Er gibt "Genuss-Scheine" heraus! Laut Wikipedia ist ein Genussschein ein "gesetzlich nicht geregeltes Wertpapier, welches je nach individueller Ausgestaltung der verbrieften Rechte eher einer Aktie und damit Eigenkapital oder aber einer Anleihe und damit Fremdkapital ähnelt." Genau! Da steht einem das Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Wichtig ist zu wissen: Genusscheine bringen oft hohe Zinsen ein, doch der Inhaber hat kein Stimmrecht im Unternehmen wie bei Aktien und bei einer Insolvenz des Herausgebers der Scheine geht er oft leer aus. Aber zurück zu den schlauen Bio-Bauern. Die sind nämlich nun auf die Idee gekommen, die Zinsen in Form von Naturalien auszuzahlen. Anstatt Geld gibt es also eine Packung Eier, ein leckeres Bund Möhren, vielleicht auch einen Kürbis. Und wer jetzt denkt, dass ich mir das nur ausgedacht habe, sehe sich bitte ZDFs heute in Deutschland vom 31.08.2011 an.

Montag, 22. August 2011

20 Jahre Russische Föderation

Am 19. August 1991 rollten Panzer durch Moskau. Putschisten versuchten die Reformen von Glasnost und Perestroika rückgängig zu machen. Präsident Michail Gorbatschow wurde gefangen genommen,  Premier Boris Jelzin verschanzte sich im Weißen Haus. Zur Verteidigung des Regierungsgebäudes versammelten sich tausende Moskowiter. Am 21. August wurden die Putschisten festgenommen.Die Reaktion der Russen damals, zeigt ihren Willen nach Veränderung, ihr Bewusstsein für Zivilcourage. Es fragt sich, was aus den nach Demokratie verlangenden Russen geworden ist.

Dienstag, 16. August 2011

Der Garten Eden oder woher der Apfel kommt


Eva war nicht die einzige, die ganz gerne Äpfel aß. Die Frucht, die schon in der Geschichte des Sündenfalls im Garten Eden im Alten Testament eine große Rolle spielte, ist auch heute noch eine der beliebtesten und meist gegessenen Früchte in Deutschland. Doch wo ist des Apfels Ursprung? Nano auf 3sat ging dieser Frage in der Sendung am 15.08.2011 auf den Grund. In Kasachstan, an der Grenze zu China, fand sich die Antwort. Ein ganzer Wald von Apfelbäumen, der mehrere hundert Jahre alt ist. Anders als bei den in Europa bekannten Wildapfelbäumen sind die Früchte größer und auch genießbar. Gentests ergaben, dass die europäischen Apfelsorten mit den dortigen wild wachsenden Äpfeln verwandt sind. Fragt sich nur noch, wie der Apfel von Kasachstan nach Europa kam. Die einfache Antwort: Bären. Die fressen mit Vorliebe süße Früchte und anders als wir (die meisten jedenfalls) essen die Bären das Kerngehäuse mit. Da (M)man(n) und auch die Bären die Kerne nicht verdauen können, scheiden sie diese wieder aus. Jaaaa, soooo verbreiteten sich die Äpfel über den Kontinent!

Freitag, 12. August 2011

Krise? Wo? - Na, überall!


Das Wort „Krise“ ist mal wieder in aller Munde. Was bedeutet eigentlich Krise?
Wikipedia sagt dazu: Die Krise (Alt- und gelehrtes Griechisch κρίσις krísis ursprünglich ‚die Meinung‘, ‚Beurteilung‘, ‚Entscheidung‘, später mehr im Sinne von ‚die Zuspitzung‘) bezeichnet eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation. „Krise“ wird in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen auf sehr unterschiedliche Weise thematisiert: in der Medizin und Psychologie, in der Wirtschaftswissenschaft und Soziologie (Soziologie als Krisenwissenschaft[1] oder als Wissenschaft selbst in der Krise[2]) wie auch in der Ökologie und Systemtheorie.
Sehen wir uns doch einmal die Umsetzung dieses Wortes in der Realität an.

Dienstag, 2. August 2011

Royale Auswüchse beim RBB

Auch der RBB surft jetzt auf der royalen Hochzeitsübertragungswelle mit. Aber natürlich in seinen bescheidenen Verhältnissen. Am 27. August überträgt er, natürlich live, die Hochzeit von Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) und Sophie Prinzessin von Isenburg (33) aus Potsdam. Auf der RBB-Nachrichtenseite heißt es: "Die Heirat des amtierenden Hohenzollern-Chefs gilt als eines der herausragenden gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres. Das rbb Fernsehen überträgt das Eintreffen der Gäste, die Hochzeit in der Friedenskirche und die anschließende Fahrt des Brautpaares im vierspännigen Landauer. Durch die dreistündige Sendung führen rbb-Moderatorin Tatjana Jury und der ARD-Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert. Mehr als 700 Gäste werden zur Trauung erwartet, darunter selbstverständlich Vertreterinnen und Vertreter des internationalen Hochadels. Beim anschließenden Empfang rechnen die Organisatoren mit rund 1300 hochrangigen Gratulanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens."

Wer nach zwei royalen Großereignissen und einer Dauerberieselung am Dienstagabend durch das ZDF noch nicht genug hat, sollte dieses regionale Großereignis nicht verpassen.
Und ja, ich stehe dazu: Ich werde mir sämtliche drei Stunden der Übertragung ansehen!

Hier meine persönliche Liste der royalen Hochzeiten der letzten 15 Jahre:
1. Willem Alexander & Maxima der Niederlande (weil die Braut so herzzerreißend weinte)
2. Viktoria & Daniel von Schweden (Da fragt noch einer warum!)
3. Haakon & Mette-Marit von Norwegen (Als Paar widerspiegeln sie die norwegische Gesellschaft.)
4. William & Kate Mountbatton-Windsor, Herzog und Herzogin von Cambridge (weil er nur Nr. 2 in der Thronfolge ist)
5. Frederik & Mary von Dänemark (weil er der begehrteste royale Junggeselle war)
6. Fürst Albert & Charlene (weil katholische Hochzeiten einfach viel zu lange dauern, auch wenn diese sehr schön war)

Und wer jetzt immer noch nicht genug von den Royals hat, sollte sich mal The Royal Correspondent ansehen.

Montag, 25. Juli 2011

Heiratsboom in New York

Gestern erlebten die ausnahmsweise am Wochenende geöffneten Standesämter des Staates und der Stadt New Yorker einen wahren Heiratsboom. Grund war das Inkrafttreten des Gesetzes zur gleichgeschlechtlichen Ehe (Equal Marriage Act). Insgesamt 823 Paare ließen sich allein im Standesamt in Manhattan trauen. New York ist der sechste und größte US-amerikanische Bundesstaat in dem die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist. Der britische Guardian und Afterellen.com haben Fotoreihen der nicht immer ganz so jungen Eheleute zusammengestellt.
Fast untergegangen ist bei dieser Nachricht, dass schon am Freitag, dem 22.07., das endgültige Ende von DADT auf den 20. September 2011 festgelegt wurde.
Bei den ganzen Dramen, die sich momentan weltweit abspielen, sind dies zwei kleine Aussichten auf eine bessere Welt.

Ach übrigens, die Malteser haben sich in einem Volksentscheid dafür entschieden, die Ehescheidung zuzulassen. 

Sonntag, 24. Juli 2011

Schlosspark Charlottenburg

Heute kam die Sonne endlich wieder raus und ich nutzte das gute Wetter, um mir den Park des Schlosses Charlottenburg anzusehen.

Samstag, 23. Juli 2011

Amy Whinehouse ist tot

Die 27-jährige Soulsängerin wurde heute Nachmittag kurz nach 16 Uhr tot in ihrer Wohnung in London aufgefunden. Die Todesursache steht noch nicht fest.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Umsetzung des Bundesfreiwilligendienstes

Die SPD-Bundestagsfraktion hat heute ein Kleine Anfrage (17/6553) zur Umsetzung des Bundesfreiwilligendienstes gestellt. Die Antragsteller verlangen zu erfahren, ab wann der angekündigte und von allen Seiten der Freiwilligendienstträger angemahnte Kindergeldanspruch für Freiwillige bis 25 Jahre gelten soll und welche neue Höchstgrenze für die Erstattung des Bundes für Taschengeld und Sozialversicherungsbeiträge festgelegt werden wird. Sehr bezeichnend ist auch die Frage, warum die Bundesförderung noch nicht feststeht. Ebenso wird nach einer Rechtfertigung für den enormen Verwaltungsaufwand durch das Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben gefragt, der bisher bei den anderen Jugendfreiwilligendiensten nicht vorhanden war.
Für die Beantwortung der Anfrage bleiben der Bundesregierung bzw. dem BMFSFJ und damit dem allseits geliebten Staatssekretär Josef Hecken rund zwei Wochen Zeit.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Südsudan neues UN-Mitglied

Der jüngste Staat der Erde, der Südsudan, wurde heute per Akklamation in die Vereinten Nationen aufgenommen. Nur fünf Tage nach der Unabhängigkeit wurde der afrikanische Staat damit Mitglied Nr. 193. Der Südsudan steht vor einer riesigen Aufgabe und muss einen Staat fast völlig aus dem Nichts schaffen. Reich an Erdöl ist das Land dennoch eines der ärmsten der UNO. Man kann nur hoffen, dass die Macht und das Geld den amtierenden südsudanesischen Politikern nicht zu Kopf steigt und der Staat und seine Bevölkerung eine wirkliche Chance auf Entwicklung haben.

Montag, 4. Juli 2011

Werde zum Mundräuber

Wer schon immer mal kostenloses Obst, Beeren oder Nüsse sammeln wollte, sollte sich unbedingt die Seite mundraub.org ansehen. Auf eine Karte sind dort deutschlandweit Obstbäume und -sträucher, ebenso wie Kräuter und Nüsse verzeichnet. Man kann auch selbst neue Funde mit kurzen Beschreibungen eintragen. Augen auf und werde zum Mundräuber! 

Donnerstag, 30. Juni 2011

Bundesfreiwilligendienst startet morgen

Am 1. Juli 2011 startet der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die aktuellen Zahlen der BFD-Verträge und Interessenten sind noch erheblich von dem Ziel der 35.000 BFDler entfernt, die 2012 erereicht werden sollen: So waren laut einer Erklärung des Bundesfamilienministeriums Anfang Juni 1000 Verträge unterzeichnet. 

Samstag, 25. Juni 2011

New Yorker Senat legalisiert Homo-Ehe

Als sechster US-Bundesstaat hat New York die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt. Das Gesetz passierte den Senat New Yorks gestern Abend mit 33 zu 29 Stimmen und gleich danach wurde es durch die Unterschrift von Gouverneur Cuomo inkraft gesetzt. New York wird als Meilenstein bei der bundesweiten Durchsetzung der Homo-Ehe gesehen, betrachtet man die internationale Rolle der Stadt und ihrer Rolle als Geburtsstätte der amerikanischen LGBT-Bewegung. Hinzu kommt, dass sich damit die amerikanische Bevölkerung verdoppelt, die gleichgeschlechtliche Ehen eingehen können. Außerdem kann jetzt jeder amerikanische Homosexuelle in den USA heiraten (auch wenn die Heirat im Heimatbundesstaat nicht anerkannt wird), denn in New York ist es nun nicht notwendig auch New Yorker zu sein, um eine Heiratslizenz zu erhalten.
In Folge der gestrigen Ereignisse kam es zu Freudenfeiern vor dem legendären Stonewall Inn. Eines der ersten Promi-Paare, die ihre baldige Hochzeit bekannt gegeben haben, sind Neil Patrick Harris (How I Met Your Mother) und David Burka. 
Natürlich begleitete Rachel Maddow die gestrigen Ereignisse.

Dienstag, 21. Juni 2011

Windrausch in Texas - Grüne Energie für Amerika

Heute läuft im Vorabendprogramm von Phoenix um 19.15 Uhr eine interessante Doku über Windenergie in Texas. Hier die Programmankündigung von Phoenix:
Der Ölboom der 1930er Jahre des vergangenen Jahrhunderts machte Texas zu einem reichen Staat. Doch der Fluss des "schwarzen Goldes" versiegt, viele Ölfelder sind leer gepumpt, der Reichtum schwindet. Im Nordwesten von Texas hat nun ein neuer Rausch die Menschen gepackt. In Sweetwater, 350 Kilometer westlich von Dallas, beflügelt das "Gold der Lüfte" die Menschen: der Wind.

Dienstag, 7. Juni 2011

Palin und Putin - Machismo beiderseits des Pazifiks

Wer sich fragt, was Putin und Palin gemeinsam haben, sollte sich diesen Bericht der Rachel Maddow Show vom 31. Mai ansehen:


Freitag, 27. Mai 2011

Zwischen Pest und Cholera – Paul Ryan, Newt Gingrich und die republikanischen Präsidentschaftskandidaten

Der gemeine republikanische Präsidentschaftskandidat hat es dieser Tage nicht leicht. Er oder sie muss nicht nur Geld sammeln, um den Vorwahlkampf zu finanzieren und die Parteimitglieder von sich überzeugen, nein, er oder sie muss auch noch den Spagat schaffen und gleichzeitig seine Wählerschaft nicht vergraulen. Und wer ist daran schuld? Natürlich der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus Paul Ryan mit seinem „Kill Medicare“ Budgetgesetzentwurf und der gemeine amerikanische Wähler.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Made in the USA

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA nimmt volle Fahrt auf. Während sich die Republikaner weiterhin über einen geeigneten Kandidaten streiten, bringt Obamas Wahlkampfteam ein neues T-Shirt heraus. Für eine Spende von mindestens 25$ kann man das Konterfei des Präsidenten auf der Brust und seine Geburtsurkunde auf dem Rücken tragen. Da soll noch einer behaupten, Obama sei nicht in den USA geboren!
P.S. Die obligatorische Tasse gibt es natürlich auch.

Montag, 2. Mai 2011

One down, two to go - Zur Liquidierung von Osama Bin Laden

"Justice has been done." sagte Präsident Obama in seiner Ansprache, in der er die Liquidierung des meist gesuchten Terroristen der Welt durch Navy Seals bekannt gab. Doch während die Amerikaner Jubelfeiern am Ground Zero veranstalten, sollte man sich eher fragen, wieviele Top-Terroristen es noch gibt. Freude und Erleichterung kann bei der Liste der FBI - Most Wanted Terrorists nicht aufkommen.

Happy Birthday!

Unsere allseits geliebte beinahe-Ärztin Dr. des. Knochenflicker feiert heute ihren Geburtstag. Wie alt sie wird, wird nicht verraten (obwohl ihr Alter noch nicht dramatisch ist). Liebe Dr. des., wir drücken dir die Daumen für deine Prüfungen im Sommer! 

Freitag, 8. April 2011

Fox feuert Glenn Beck

Lange hat's gedauert, doch endlich ist man auch beim erzkonservativen TV-Sender Fox News zur Vernunft gekommen und feuerte den ultrarechten TV-Polemiker und Verschwörungstheoretiker Glenn Beck.
Mehr zum Thema bei Spiegel Online.

Freitag, 11. März 2011

Smoke am Bendlerblock

Wer immer schon mal wissen wollte, wie es sich anhört, wenn das Musikcorps der Bundeswehr (ohne eine einzige Gitarre) Deep Purples Hit "Smoke on the Water" spielt, tat gestern Abend gut daran, sich den Großen Zapfenstreich zu Ehren des scheidenden Verteidigungsministers anzusehen. Karl-Theodor gefiel die Interpretation des Musikcorps offensichtlich und man kann wohl sagen, dass die Musiker, die nur zwei Tage Zeit zur Vorbereitung hatten, ihr Bestes gaben. 

Großer Zapfenstreich 10.03.2010

Mittwoch, 2. März 2011

Auf zu neuen Höhen

Dr. des. Knochenflicker beehrt mich in diesen Tagen mit ihrem Besuch und deshalb ist ganz viel Sightseeing angesagt.



Übrigens, ich leide unter sehr großer Höhenangst ...

Donnerstag, 3. Februar 2011

Und er wehte ... zwei Tage lang

Es machte mich glücklich, wie er im Luftzug meiner Bewegungen wehte. Er war weiß – schneeweiß um genau zu sein -, hatte einen langen Schlitz auf der Rückseite, reichte mir bis zur Mitte meiner Unterschenkel und hatte zum Zuknöpfen keine stinknormalen Knöpfe – nein, er hatte Druckknöpfe. Er war mit drei großen Taschen ausgestattet, in denen jeder von Student bis Arzt das Wissen – in Form von Bücher, PocketCards, etc. - stecken konnte, das er nicht im Kopf hatte. Platz war auch noch für Stethoskop, Reflexhammer, Winkelmesser, Pupillenleuchte, Stauschlauch, eine Masse an Kugelschreibern und vielem anderen. Die Rede ist vom Arztkittel.

Montag, 24. Januar 2011

Steuerverschwendung auf amerikanisch - Die Kosten von DADT

555 Mio. US$ hat die amerikanische Regierung von 1994 bis 2010 laut dem Williams Institute an der UCLA School of Law allein durch die Anwendung der DADT-Gesetzgebung verschwendet. Hinter diesen 555 Mio. US$ stecken 13194 Männer und Frauen (Zahl von 1994-2009), die in diesem Zeitraum ehrenhaft oder auch unehrenhaft aus dem Militär entlassen wurden.
Jede Entlassung hat dem Staat damit zwischen 22.000 und 43.000 US$ gekostet, worin die Kosten für das Entlassungsverfahren und die Ausbildung eines Ersatzes für den Entlassenen zusammengefasst werden.Diese Politik hat dem amerikanischen Staat nicht nur viel Geld gekostet und es notwendig gemacht militärisches Personal, sondern auch der gesamten Truppe geschadet. Damit wurde genau der gegenteilige Effekt erzielt, den man mit DADT im Auge hatte. DADT sollte nach Jahren des Ausschlusses Homosexueller vom Militärdienst unverzichtbare Talente im Militär halten, die Privatsphäre schützen, Moral, Bereitschaft und Zusammenhalt der Einheiten stärken. Doch was wurde erreicht?

Mittwoch, 12. Januar 2011

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

Witali Nikischin, ein 22-jähriger Student aus Jekaterinbung, versucht seit Beginn des Jahres mit dem sogenannten Lebensmittelkorb auszukommen. Die russische Variante von Hartz IV deckt die minimalen Lebenshaltungskosten eines Russen ab und ist in jeder Region unterschiedlich hoch. Ein Russe in Fernost zahlt schließlich durch die hohen Transportkosten für Obst und Gemüse wesentlich mehr als ein Russe im europäischen Teil des Landes. 
In Jekaterinburg im Ural beträgt dieser Betrag momentan 2632 Rubel, ca. 68€. Dieser Lebensmittelkorb orientiert sich an der Armutsgrenze, genauso wie die Mindestlöhne und Renten. Wie man damit über den Monat kommen soll, versucht Witali nun einen Monat lang nachzuvollziehen. Auf seiner Homepage dokumentiert er in Bildern, was und wieviel er ist. Und das Ergebnis ist erschreckend! Nach zwölf Tagen hat er schon 1,5 kg abgenommen.   
Von wieviel oder was sich die 13,5 Mio. Russen ernähren sollen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, bleibt fraglich.