Jahrelang haben 21 Wursthersteller Preisabsprachen getroffen, so ermittelte das Bundeskartellamt. Heute verhängte es gegen eben jene 21 Unternehmen und 33 verantwortliche Mitarbeiter eine Gesamtstrafe von 338 Mio. Euro. Bei der Anzahl an Beteiligten, darunter Marken wie Böklunder, Herta, Meica, Rügenwalder und Wiesenhof, sind sie dabei noch einmal glimpflich davon gekommen, denn insgesamt 11 Unternehmen hatten ihre Beteiligung eingestanden. Die Absprachen zu den Produktgruppen Roh-, Brüh-, Kochwurst und Schinken gehen laut der anonymen brancheninternen Quelle aus dem Jahr 2009 bis in das Jahr 2003 zurück.
Damit verhängte das Bundeskartellamt in diesem Jahr bisher so viele Strafen wie nie zuvor mit rund einer Milliarde Euro: im Februar gegen das Zuckerkartell 280 Mio. Euro, gegen das Bierkartell 340 Mio. Euro und nun gegen das Wurstkartell 338 Mio. Euro.