Montag, 26. Juli 2010

Eine Affäre, die keine ist

Vor einer Woche kannte kaum jemand in den USA Shirley Sherrod, eine Beamtin im Landwirtschaftsministerium. Doch dank der konservativen Meinungsmacher von FOX und eines zusammen geschnittenen Videos ist es ihnen abermals gelungen von der politisch erfolgreichen Woche der Demokraten abzulenken. Weder über das Inkrafttreten der Finanzreform noch über die Wiederaufnahme der verlängerten Arbeitslosengeldzahlungen, die immerhin mehr als 2,5 Mio. Amerikaner betrifft, wurde diese Woche so ausführlich berichtet wie über die 62-jährige Afroamerikanerin, die im Landwirtschaftsministerium für ländliche Entwicklung im Bundesstaat Georgia zuständig ist.

Samstag, 17. Juli 2010

Für die Liebsten zu Hause

Was bringt der gewöhnliche Afghanistan-Reisende seinen Liebsten zuhause mit? Natürlich einen formschönen Waffenteppich! Doch seht selbst, was die arme Susan nun Tag für Tag in ihrem Wohnzimmer ertragen muss:


Tja, wenn sie auch Rachel bittet, ihr etwas aus Afghanistan mitzubringen, dann muss sie leider damit leben! 

Eine gute Woche für das Weiße Haus

Seit die Gesundheitsreform umgesetzt wurde, ging es für Präsident Obama durch widrige und nich kontrollierbare Umstände bergab. Vor drei Monaten brach die größte Umweltkatastrophe über den Golf von Mexiko herein und je länger diese Krise andauerte, desto schlechter wurden Obamas Umfragewerte. Hinzu kam der Skandal um General Stanley McChrystal, dem Oberkommandierenden in Afghanistan. Sein Interview mit dem Rolling Stone war ein Tiefschlag für den Präsidenten.
Doch da ist immer Licht am Ende eines Tunnels. In dieser Woche gelang es BP das Leck über seiner Ölquelle abzudichten und die  - für amerikanische Verhältnisse - radikalste Finanzreform seit 80 Jahren nahm die letzte Hürde im Senat. Gleich drei Republikaner stimmten für den Aufbau einer Verbraucherschutzagentur, neue Regulierungen von Finanzinstrumenten und mehr Möglichkeiten für den Staat in das Finanzsystem einzugreifen.
Was, von deutschen Medien weitgehend unbemerkt, hinzu kam ist, dass die Grand Old Party sich nicht in der Lage zeigt eine neue Politik zu produzieren. Steuern runter, keine Arbeitlosenunterstützung, keine Gesundheitsreform und natürlich keine Energiereform, damit gewinnt man Wahlen! ... glaubt die GOP. Und wie die Kandidaten dazu aussehen? Dank Rachel Maddow gibt es wieder gute Lacher (obwohl Sharron Angel nicht dabei ist):
http://www.msnbc.msn.com/id/26315908/#38271650
Nach kaum 60% für Präsident Obama kann es danach ja nur noch aufwärts gehen.

Dienstag, 6. Juli 2010

"... To Be Truely United Nations"

Heute hielt Königin Elisabeth II. zum ersten Mal seit 53 Jahren eine Rede vor der UN-Vollversammlung. (Gerade noch rechtzeitig zu Live-Übertragung schaltete ich BBC ein.) Sie begann ihre Rede damit, dass sie seit ihrer letzten Rede vor der UN in Jahre 1957 viele Länder bereist und einen meist positiven technischen und sozialen Wandel miterlebt habe. Dieser Wandel sei nicht auf Politiker zurück gegangen, sondern auf die Menschen, die nach ihm velangten. Die UN hätte sich seit 1957 von einer idealistischen Idee hin zu einer die Dinge verändernden Kraft entwickelt.
Heute stellten sich ihr vorallem zwei Probleme: Terrorismus und Klimawandel. Den Frieden zu erhalten sei jedoch die größte Herausforderung. Das Comonwealth, dass 2 Mrd. Menschen repräsentiert, sieht sie dabei in einer Führungsrolle. Es werde aber noch harte Arbeit erfordern "to be truely united nations."