Montag, 28. Dezember 2009

Das unheimliche Treiben der Weihnachtsgeister

Am ersten Weihnachtsfeiertag erreichte mich die Email einer Freundin, der die Weihnachtsgeister an ihrem letzten Arbeitstag vor den Feiertagen einen üblen Streich spielten (oder sollte man sagen üble Streiche?).
Lest selbst:

Mittwoch 20:15 - Lipstick Jungle - Time; irgendwo in der Pampa, pommersch oder brandenburgisch?

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Allen Lesern ein frohes Fest oder einfach nur schöne Ferien. Genießt den Schnee, die Sonne (falls vorhanden) und lasst es euch gut gehen.

Beachside

Sonntag, 13. Dezember 2009

Die Krise ist zurück!

In Russland hatte man die Finanzkrise vor gar nicht all zu langer Zeit erst ganz offiziell nach Sibirien geschickt. Finanz- und Wirtschaftsminister verkündeten in seltener Einigkeit, dass das Schlimmste überstanden sei und es wieder Wachstum gäbe. Also, liebe Leute, durchatmen. – Doch, ach! Leider hatten die Beiden nicht an den Klimawandel gedacht! In Sibirien ist es heutzutage auch nicht mehr so kalt, wie es das früher einmal war. Und so konnte die Krise ungehindert in das Herz des Landes zurückkehren. Dabei nahm sie freilich einen kleinen Umweg über Dubai, tobte sich dort so richtig aus und schüttelte den sibirischen Frost aus ihren Gliedern. Zurück in Moskau macht sie sich jetzt dadurch bemerkbar, dass Väterchen Putin dem Autohersteller AvtoVaz und einigen anderen Unternehmen in der letzten Woche milliardenschwere Staatshilfen gewährte und die großen, alten Oligarchen daran denken ihre Unternehmen an die Börse zu bringen.

Das deutet alles auf einen heißen Winter in russischer Kälte hin.

P.S. Und um es nicht zu vergessen, da gibt es ja immer noch das kleine Problem mit einer gewissen Ukraine und einem gewissen russischen Gasanbieter (dem Gasanbieter). Brrh!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Fringe History III - John Birch Society

Wer schon einmal Essays amerikanischer Autoren (z.B. Joan Didion, Gore Vidal) aus den 1960ern oder 70ern gelesen hat, wird schon über die Society gestolpert sein. Wenn man eine Gruppe als Verschwörungstheoretiker bezeichnen kann, dann ist es auf jeden Fall die John Birch Society.
Die John Birch Society (JBS) wurde am 9. Dezember 1958 in Indianapolis von Robert Welch gegründet. Ihr Name geht auf den amerikanischen Missionar John Birch zurück, der von chinesischen Kommunisten ermordet worden war und von der JBS als erstes Opfer im Kalten Krieg bezeichnet wird. Ziel der Organisation ist die vermeintlich wachsenden Gefährdungen der amerikanischen Verfassung zu bekämpfen. Laut Welch waren sowohl die amerikanische als auch die sowjetisches Regierung unter Kontrolle der gleichen internationalen Verschwörung aus korrupten Politikern und Bankiers. Er sah in den Liberalen geheime kommunistische Verräter, die Wohlfahrt forderten und dabei eigentlich Kollektivismus wollten.

Montag, 30. November 2009

Der Kampf des Harry Reid

Harry Reid, Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat, steht vor der größten Herausforderung in seiner politischen Karriere. Gerade eben so ist es ihm gelungen 60 Senatoren dazu zu bewegen, das Gesundheitsreformvorhaben seines Präsidenten zur Debatte im Senat zuzulassen. Wenn heute diese Debatte ihren Anfang nimmt, wird er an ihrem Ende noch einmal 60 Stimmen brauchen, um die Reform zu einem Gesetz zusammen zu schmieden. Ihm bläst nun nicht mehr nur der Wind aus den Reihen der Republikaner entgegen, sondern auch einige demokratische Senatoren drohen Mr. Reids Schiff zu verlassen. Während erstere die Public-Option ablehen, verlangen letztere, dass die Absicherung von Abtreibungen, wie sie heute in den USA existiert, nicht durch das Gesetz angetastet wird. Reids eigener Plan eines opt-outs aus der Reform für einzelne Bundesstaaten und der Verringerung der Bedeutung des Staates im Gesundheitswesen zur Abwandlung des originalen Entwurfs, hat die progressiven Demokraten gegen ihn aufgebracht.

Donnerstag, 19. November 2009

Schneestürme und Luftröhrenschnitte

Passend zum Herbst erschien vor kurzem bei Sammlung Luchterhand Michail Bulgakows „Arztgeschichten“. In dem dünnen Band mit Kurzgeschichten verarbeitet Bulgakow seine eigenen Erfahrungen als junger Arzt, der direkt nach seinem Medizinstudium im Jahr 1916 als Landarzt tätig ist. Völlig auf sich allein gestellt sieht er sich schweren Krankheiten und komplizierten Operationen gegenüber, die er nur aus seinen Büchern kennt. Er wird mit der seuchenartigen Verbreitung der Syphilis konfrontiert, der er ebenso machtlos gegenübersteht wie dem Aberglauben der Bauern.

Mittwoch, 11. November 2009

Obamas Gesundheitsreform im US-Senat zwischen Filibuster und Cloture

Im Normalfall sind Gesetzgebungsprozesse langweilig. Da wird ein Entwurf in Ausschüssen debattiert, es finden mehrfache Lesungen des Gesetzentwurfs im Plenum statt und schließlich wird darüber abgestimmt, meist von wenigen Parlamentariern. Das alles geht häufig völlig unbemerkt an den Bürgern vorbei.

Doch nicht so im Fall der Gesundheitsreform in den USA. Sie ist dort das meist diskutierte und kontroverseste innenpolitische Thema des letzten Jahres. Diese Reform soll es den Amerikanern ermöglichen zwischen einer dem Medicare ähnlichen Verischerung und einer privaten Versicherung zu wählen. Dabei ist diese als „Public Option“ bekannte Wahlmöglichkeit der umstrittenste Bestandteil des Gesetzentwurfs.

Montag, 2. November 2009

Tennis = Tortur? Die WTA-Championships in Doha

Was war das für eine Woche! Tennis unter Ausnahmebedingungen lieferten die WTA-Championships in Doha. Die acht besten Damen und vier besten Doppel waren angetreten, um die Champions unter ihnen zu krönen. Normalerweise soll dieses Turnier noch einmal das Beste in den Spielerinnen zum Vorschein bringen, doch in der vergangenen Woche konnte davon nicht die Rede sein. Mit dazu beigetragen haben die außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen. Hitze von um 30°C sind die Spielerinnen gewöhnt, denn von den Australian Open kennt man schlimmeres. Doch eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 80% ist einfach zu viel! Kein Wunder also, dass die Hitzeregel, die nach dem zweiten Satz eine zehnminütige Pause vorsieht, in der vergangenen Woche häufig zum Einsatz kam. Natürlich liegt dies auch daran, dass die Damen in der Woche von Doha ungewöhnlich oft über drei Sätze gehen mussten. Viele der Matches dauerten deshalb auch mehr als zwei, eher schon drei Stunden. Da sollten doch nun auch die letzten Kritiker des Damentennis verstummen!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Obama unterzeichnet Matthew Shepard Hate Crimes Prevention Act

Es ist nun elf Jahre her seit Matthew Shepard wegen seiner Homosexualität zu Tode geprügelt wurde. Der Fall des Studenten erregte 1998 weltweite Aufmerksamkeit und brachte die Frage der Erweiterung des Hassverbrechengesetzes aus dem Jahr 1968 wieder auf die Tagesordnung der amerikanischen Legislative. Gestern unterzeichnete Präsident Obama den „Matthew Shepard and James Byrd, Jr. Hate Crimes Prevention Act“ mit dem künftig auch Gewalt auf Grund von sexueller Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität und Behinderung den Status eines Hassverbrechens bekommen wird.

Montag, 26. Oktober 2009

Schnappschuß aus einem Buchshop im Martin-Gropius Bau, Berlin

Susan Sontag setze sich in ihren Werken wahrlich oft mit der Kunst an sich und den Künsten auf der anderen Seite auseinander und verdient es daher vielleicht auch sich in einer Kunstabteilung wieder zu finden.
Aber ihr Sohn?
Gleich neben "Metzlers Lexikon Ästhetik" oder gar einem Gombrich?
Nein das sieht mein Kunstgeschichte-Auge nicht gern.

Aber bei mir stellt sich ja eh schön länger die Frage, ob ein David Rieff den Glanz seiner Mutter verdient hat. Aber für solche Diskussionen sollte man feinsten Mensa-Kaffee und den Charme eines sechziger Jahre-Baus zu Rate ziehen.

In diesem Sinne
Maya

Freitag, 23. Oktober 2009

FOX News vs. MSNBC in der nächsten Runde

Was passiert, wenn MSNBCs Keith Olbermann und Rachel Maddow zusammen mit anderen liberalen Journalisten in das Weiße House eingeladen werden? FOX News macht aus dieser Nachricht natürlich wieder ein Drama.
Hier ein Artikel von der FOX Website:
FOX vs. White House
Keith Olbermanns Antwort:
Keith Olbermann vs. FOX
Rachel Maddows Antwort:
Rachel Maddow vs. FOX

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Die Krise ist vorbei ... zumindest in Russland

Selten waren sich das russische Finanz- und Wirtschaftsministerium so einig, die Börse jubelt, denn statistisch gesehen ist die Wirtschaftskrise in Russland vorüber. Im zweiten Quartal wuchs das russische BIP um 0,6%. Im Vergleich zum Vorjahr ist das allerdings ein Minus von 9,4%.
Doch das kann man gerne mal verdrängen. Man kann auch gern verdrängen, dass AvtoVAZ vor kurzem beschlossen hat 27000 Angestellte zu entlassen. Und wer denkt, man hätte in Russland etwas aus der Krise gelernt, sollte noch mal darüber nachdenken. Russland setzt weiter auf Rohstoffe, aber da der Ölpreis gerade wieder am steigen ist, ist in Russland wieder alles gut. Die Börsianer freuen sich, die Milliardäre, äh jetzt ja nur noch Millionäre oder so ähnlich, atmen auf, Mitnahmegewinne sind bei einem 200%igen Wachstum der Moskauer Börsen wieder an der Tagesordnung!

Fringe History II - McCarthy vs. Truman und alle "Commies"

Joe McCarthy war einer der bekanntesten Kommunistenjäger der 1950er Jahre. Der Terminus „McCarthyismus“ wurde zum Synonym für Demagogie, Verleumdung und Schlechtmacherei.
Joseph Raymond McCarthy (14.11.1908 - 02.05.1957) war das fünfte von sieben Kindern eines Farmers in Grand Chute/Wisconsin. Er studierte Jura und wurde mit 31 Jahren jüngster Richter seines Bundesstaates.

Mit 33 meldete er sich freiwillig zu den Marines, verließ sie jedoch fünf Monate vor Ende der Krieges, um für die Republikanische Partei um einen Senatssitz zu kandidieren. Mit der Behauptung er sei ein Kriegsprofiteur, schlug McCarthy den langjährigen Senator und Vorsitzenden der Progressive Party Robert La Follette jr. Dabei wurde McCarthy auch mit kommunistischen Stimmen gewählt, die ihn dem Antikommunisten La Follette vorzogen.

Montag, 12. Oktober 2009

Friendensnobelpreis für Obama

Am letzten Freitag saß ich gerade beim Mittagessen, als ich die Nachricht des Tages hörte. Ich dachte erst es sei ein schlechter Scherz, doch dann fragte ich mich, was sich das Nobelpreiskomitee dabei gedacht hatte, Barack Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen. Es ist nicht so, dass ich dem amerikanischen Präsidenten den Preis missgönne, doch die von ihm ausgegebenen außenpolitischen Ziele hat er noch nicht erreicht bzw. noch nicht einmal angegangen.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Fringe History I - Charles Coughlin vs. FDR

Demokratische Präsidenten in den USA haben stets Angriffe des rechten Flügels der Republikanischen Partei abzuwehren. Doch die GOP-In-Exile waren nicht die Ersten, die demokratischen Präsidenten zusetzten – sie haben die Kritik auf eine persönliche Ebene herunter gebrochen. Damals, als die Republikaner noch ein wenig „Anstand“ besaßen, war es ein Priester, der Franklin D. Roosevelt schwer zusetzte.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Christiane Amanpour und die Weltpolitik

In den vergangenen neunzehn Jahren bereiste Christiane Amanpour die Krisenherde rund um den Globus für CNN. Sie machte sich in den 90ern einen Namen durch ihre Reportagen vom Balkan, aus Ruanda, Somalia und Irak … Inzwischen zählt sie zu den Besten ihres Faches. Neun Emmys, sechs Ehrendoktorwürden und der Titel “Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE)”, den sie 2007 von Königin Elisabeth II. verliehen bekam, sind nur einige der Ehrungen für ihre Reportagen. Sie interviewte die Premierminister, Präsidenten, Diktatoren und Kriegsherren dieser Erde und geht nun allabendlich bei CNN eine halbe Stunde lang auf Sendung. Dabei diskutiert sie entweder ein weltpolitisches Thema mit zwei Gästen oder zwei Themen mit einem Gast. Dabei wird dem Zuschauer schnell klar, dass eine halbe Stunde wesentlich zu kurz ist für eine solche Sendung. Es mag zwar für den Zuschauer schon quälend genug sein, Robert Mugabes „Wahnvorstellungen“ von einem heilen Simbabwe nur eine Viertelstunde folgen zu müssen; doch ist es nicht gerade das „Wahnsinnige“ das fasziniert?

Mittwoch, 23. September 2009

Justine Henin kehrt zum Profitennis zurück

Ein bittersüßes, leicht entsetztes „Wow!“ war das Einzige, zu dem ich gestern Abend fähig war, als ich die Nachricht von Justine Henins Rücktritt vom Rücktritt vom Profitennis las.
Ich möchte voran stellen, dass ich mir in den sechzehn Monaten ihrer Abwesenheit vom Tennis Circuit kaum etwas mehr gewünscht habe, als dass sie noch da wäre.
Aber nun … dieser Rücktritt von Rücktritt … ließ mich gestern Abend enttäuscht und im ersten Moment ohne Worte vor dieser Nachricht sitzen.

Freitag, 18. September 2009

Die Republikanische Opposition

Die nächsten Posts werden sich mit der "republikanischen Opposition" während der Amtszeiten demokratischer Präsidenten in den USA beschäftigen. Verschwörungstheoretiker und Verschwörungstheorien der extremen Rechten gibt es nämlich nicht erst seit der "Birther Conspiracy" um Präsident Obama. Schon Franklin D. Roosevelt hatte einiges über Charles Coughlin zu lachen, Harry Trueman sah sich Joe McCarthy dem Kommunistenjäger gegenüber und JFK hatte es mit der John Birch Society zu tun. "The Clinton Chronicles" gaben einen Einblick in das angebliche Doppelleben des Präsidenten als Mörder und "The Birther Consipracy" besagt, Obama sei gar nicht amerikanischer Staatsbürger und daher auch nicht rechtmäßiger Präsident.
Viel Spaß in der skurilen amerikanischen "Politik"!

Mittwoch, 16. September 2009

Joe "You lie!" Wilson bekommt Konkurrenz

Joe Wilson, seit seiner Attacke auf Präsident Obama neuer Liebling der extremen Rechten in den USA, bekommt Konkurrenz vom demokratischen Herausforderer in seinem Wahlkreis. Rob Miller, Irak-Veteran, erhielt in den ersten 48 Stunden nach Wilsons "You lie!" mehr als 25000 Einzelspenden, die zusammen etwa 1 Mio. US$ ausmachten. (Auf seinem Kampagnenkonto lagen bis dahin nur 60.000 US$.) Die neuste Wahlumfrage zeigt, dass Miller seinen Konkurrenten inzwischen um einen Prozentpunkt überholt hat.
Und das im konservativen South Carolina! Anscheinend gibt es doch noch ein paar Republikaner, die nicht den Verschwörungstheorien des rechten Rands verfallen.

Freitag, 11. September 2009

You lie!

Nikita Crustschow nutzte seinen Schuh, um seiner Meinung Nachdruck zu verleihen, im japanischen Parlament prügelte man sich und im US-Kongress schreit man neuerdings in die Rede des Präsidenten. Joe Wilsons Ausbruch während der Rede Obamas zur Gesundheitsreform am 09.09. wurde von den meisten seiner republikanischen Kollegen im Kongress sofort verurteilt und auch Wilson selbst entschuldigte sich für seine "You lie!" Attacke.
Doch was in den letzten beiden Tagen folgte, ist ein Symptom für den Zustand der Republikaner. Wilson, der bisher ein eher unbekannter Abgeordneter war, warf die Gelddruckmaschine an - er postete ein Video bei Youtube, republikanische Organisationen ließen "I'm with Joe Wilson!" T-Shirts drucken und die extreme Rechte der Partei scharrte sich um ihn. Letzteres ist ja schon völlig normal für die republikanische Partei, stößt jedoch viele der Wähler vor den Kopf.
Rob Miller, Wilsons demokratischer Gegenkandidat bei den nächsten Kongresswahlen, konnte so seit der Entgleisung Wilsons angeblich 350.000 $ an Spenden sammeln.

Über Wilsons Zwischenruf berichtete gestern auch Rachel Maddow auf MSNBC:

Mittwoch, 9. September 2009

A New Literacy?

Vor kurzem erschien im Wired Magazine ein Artikel von Clive Thompson, in dem er sich mit einer Studie zur Lese- und Schreibfertigkeit der Amerikaner auseinandersetzt. Thessaly LaForce kommentierte das im The New Yorker mit der Frage:
A New Literacy?
In dieser Studie untersuchte die Stanford-Professorin Andrea Lunsford Schreibproben von fast 15000 Stanfordstudenten zwischen 2001 und 2006. Darunter war nicht nur für den Unterricht Geschriebenes, sondern auch Blogs, Chats, E-Mails und Tagebucheinträge. Sie stellte fest, dass heute wesentlich mehr geschrieben wird als früher und dass 38% dessen für außeruniversitäre Zwecke bestimmt ist. Der Grund dafür ist einfach. Sozialisation findet heute zum Teil über das Internet statt und das bedeutet über Text. Die Sprache an sich wird dadurch nicht negativ beeinflusst, d.h. Chatsprache findet keinen Eingang in die universitären Arbeiten, wie Lunsford herausfand.
Fazit: Es wird immer mehr geschrieben. Dennoch muss man sich fragen, wie repräsentativ diese Studie ist. Offensichtich kann sie die Frage nach der gesellschaftlichen Verteilung der Schreibenden nicht beantworten. Dabei ist es wahrscheinlich immer noch nur eine gebildete Schicht der Bevölkerung, die qualitativ schreibt. (Ich sehe hierbei von Chats ab, die ja eher das gesprochene als das geschriebene Wort nachahmen.)