Dienstag, 10. Januar 2012

Mediziner sind verrückt!

Das ist mal eine etwas andere Nachricht. Ich gebe es offen zu. Nicht nur, dass wir so ein krasses Fach studieren, an Leichen rumschnibbeln und unsere Umwelt mit immer neuen Untersuchungsmethoden und praktischen Fähigkeiten, die geübt werden wollen, nerven - nein, wir verleiben uns sogar die Medizin ein. Wir denken Medizin, wir leben Medizin - naja fast, wenn ich mich gesünder ernähren würde, könnte das hinkommen - aber auf jeden Fall sehen wir überall Medizin, wenn wir durch die Straßen laufen, Sport machen oder musizieren. Dazu kommt noch, dass wir Medizin denken und sogar schreiben, wenn wir unter uns sind. So trug es sich eines Tages zu, dass ich einer meiner Freundinnen eine Erinnerungsnachricht schreiben musste. Das resultierte dann in folgendem Text:
"Hiermit erinnere ich dich, lieber präfrontaler Kortex des K’schen Telencephalons, daran, dass du mal ein paar Impulse in Richtung Gyrus cinguli schicken musst, um die Motivation für das Einpacken der Foto-CD und des Rezepts zu erzeugen. Ich hoffe, der Gyrus cinguli ist so nett, weitere Impulse in Richtung des motorischen und prämotorischen Kortex sowie der Basalganglien zu schicken, sodass letztendlich auch über die Tractus corticopontinus und die Fibrae pontocerebellares das Cerebellum von dem Plan etwas mitbekommt und nach einer schier unendlichen Zeit sich alle Impulse im Thalamus wiedertreffen und eine wilde Party feiern. Nachdem dann auch der Letzte seinen Kater überwunden hat, wäre es von Vorteil, wenn die Impulse weiter zum motorischen Kortex ziehen würden und von dort über den Tractus corticospinalis ins Rückenmark zu den entsprechenden alpha-Motoneuronen und Muskeln, wo sie dann in dem Griff zu CD, Rezept und Rucksack resultieren."
Ich wünsche euch allen nachträglich noch ein frohes neues Jahr mit ganz viel Gesundheit (ha, dann habe ich im Krankenhaus endlich mal nicht so viel zu tun und Zeit meine Füße hoch zu legen ;))

Beste Grüße
Eure
Dr. des. Knochenflicker

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