Montag, 4. August 2014

Berlin - es gibt keine wie dich!

Mein Urlaub ist noch keine 24 Stunden Vergangenheit und schon hat mich das rotznasig grummelige Berlin wieder. Dabei ging alles überraschend positiv los, denn anders als im letzten Jahr als ich mit dem Flugzeug in Tegel ankam, funktionierte dieses Mal das Gepäckförderband und ich musste nicht erst eine geschlagene Stunde auf meinen Koffer warten. Auch die Weiterfahrt per Bus und S-Bahn verlief ohne Zwischenfälle und so war ich in Rekordzeit zu Hause. Und als wäre das noch nicht genug des Guten klappte dann auch heute Morgen die Fahrt zur Arbeit ohne Probleme. Fast hätte ich meinen Glauben an die Funtionstüchtigkeit des Nahverkehrs und die Nettigkeit der Berliner wieder gewonnen. Doch dann ...
Ja, dann auf der Heimfahrt zeigte mir die Stadt wieder ihr wahres Gesicht. Kaum saß ich in der Ringbahn verbreitete ein Trio eine schrecklich schräge Version von "Hit the Road Jack" und verlangte dafür auch noch Geld. Das war jedoch viel eher ein Fall einer Schadensersatzklage meinerseits für verlorene Lebenszeit! (Übrigens, vor langer Zeit mochte ich dieses Lied mal!) Kaum war dies überstanden, wedelte ein jugendlicher Obdachloser (naja, manchmal frage ich mich, ob die wirklich kein Dach über'm Kopf haben) mit einem der diversen Staßenmagazine umher und sagte sein Sprüchlein auf. Eine "ältere Dame" tat während dessen lautstark ihren Unmut über die faule, nicht arbeiten wollende Jugend kund. Glücklicherweise hatte sie keinen Regenschirm dabei, sonst hätte der (arme) Obdachlose wohl etwas abbekommen. 
Kurz darauf hielt die S-Bahn unvermittelt auf offener Strecke an. Dankenswerterweise hatten wir einen netten Zugführer. Er teilte uns schon nach fünf Minuten mit, dass wir noch warten müssten bis der voraus fahrende Zug ein Problem mit einer nicht schließenden Tür gelöst hätte. Nach diversen entnervten Anrufen meiner Mitreisenden in gefühlt zehn Sprachen mit dem Inhalt "Du, ich komme zu spät." ging es endlich weiter. Beim Umsteigen am Ostkreuz (kurz vor zu Hause) traf ich dann einen guten alten Bekannten, Mr. Weichenstörung!!! Ich war dem netten Herrn ganze drei Wochen nicht begegenet. Da könnt ihr euch sicherlich vorstellen wie groß meine Freude war!
Und ja, ich mag diese Stadt mit ihrer rotzenden Nase und ihre kodderige Schnauze wirklich.

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