Nichts ahnend kam ich letzten Freitag auf meiner Arbeit an. Noch amüsierte mich die Anekdote der Kollegin, der die Hauspost auf Grund einer Karrikatur ihrer selbst gerade ein Schreiben zugestellt hatte. Eine Dauerwelle in Tigertarnfarbe ist nun wirklich aber auch unverwechselbar!!! Aber dann, dann betrat ich mein Büro.
Und alles ging zum Henker. Nichts ging. Das gesamte, vom Hauptrechner abhängige System war nicht verfügbar!!! Das bedeutet, dass ich so gut wie nichts machen konnte. Über ganz Berlin bzw. über allen zu meiner Behörde gehörenden 23 Dienststellen hing eine wahre Supergau-Glocke! Von den gut 7.000 Kollegen hatten wahrscheinlich mehr als die Hälfte das gleiche Entsetzen wie ich beim betreten ihres Büros gespürt. Gut, dass mich niemand anrief und um eine Auskunft bat! Ohne Hautrechner nicht möglich!
Nachdem ich die Zeit effektiv genutzt hatte, um soziale Kontakte zu pflegen in dem ich Kollegen in anderen Ämtern anrief und nach ihrem Wohlbefinden fragte, ging plötzlich das gesamte System um 10:04 Uhr wieder. Und während eben noch ein fröhliches Lachen von einer Kaffeerunde über den Flur geklungen war, herrschte plötzlich wieder Ruhe, denn alle gingen an die Arbeit. Meine Erkenntnis des Tages, so abstrus das auch klingen mag: Nichts ist schlimmer auf der Arbeit als sich zu langweilen!
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