Nikita Crustschow nutzte seinen Schuh, um seiner Meinung Nachdruck zu verleihen, im japanischen Parlament prügelte man sich und im US-Kongress schreit man neuerdings in die Rede des Präsidenten. Joe Wilsons Ausbruch während der Rede Obamas zur Gesundheitsreform am 09.09. wurde von den meisten seiner republikanischen Kollegen im Kongress sofort verurteilt und auch Wilson selbst entschuldigte sich für seine "You lie!" Attacke.
Doch was in den letzten beiden Tagen folgte, ist ein Symptom für den Zustand der Republikaner. Wilson, der bisher ein eher unbekannter Abgeordneter war, warf die Gelddruckmaschine an - er postete ein Video bei Youtube, republikanische Organisationen ließen "I'm with Joe Wilson!" T-Shirts drucken und die extreme Rechte der Partei scharrte sich um ihn. Letzteres ist ja schon völlig normal für die republikanische Partei, stößt jedoch viele der Wähler vor den Kopf.
Rob Miller, Wilsons demokratischer Gegenkandidat bei den nächsten Kongresswahlen, konnte so seit der Entgleisung Wilsons angeblich 350.000 $ an Spenden sammeln.
Über Wilsons Zwischenruf berichtete gestern auch Rachel Maddow auf MSNBC:
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