Witali Nikischin, ein 22-jähriger Student aus Jekaterinbung, versucht seit Beginn des Jahres mit dem sogenannten Lebensmittelkorb auszukommen. Die russische Variante von Hartz IV deckt die minimalen Lebenshaltungskosten eines Russen ab und ist in jeder Region unterschiedlich hoch. Ein Russe in Fernost zahlt schließlich durch die hohen Transportkosten für Obst und Gemüse wesentlich mehr als ein Russe im europäischen Teil des Landes.
In Jekaterinburg im Ural beträgt dieser Betrag momentan 2632 Rubel, ca. 68€. Dieser Lebensmittelkorb orientiert sich an der Armutsgrenze, genauso wie die Mindestlöhne und Renten. Wie man damit über den Monat kommen soll, versucht Witali nun einen Monat lang nachzuvollziehen. Auf seiner Homepage dokumentiert er in Bildern, was und wieviel er ist. Und das Ergebnis ist erschreckend! Nach zwölf Tagen hat er schon 1,5 kg abgenommen.
Von wieviel oder was sich die 13,5 Mio. Russen ernähren sollen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, bleibt fraglich.
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