Donnerstag, 19. Juli 2012

Swing-States, Bain Capital und Frauenrechte - US-Wahlkampf verschärft sich

In den letzten Wochen ist der US-Wahlkampf in eine neue Phase eingetreten. Nachdem man die klar demokratisch oder republikanisch wählenden Bundesstaaten beackert hatte, stehen nun die so genannten Swing-States im Mittelpunkt. Das sind die Staaten in denen die Wahlen sowohl für die eine als auch für die andere Seite ausgehen könnten. Insbesondere die Demokraten stecken momentan Millionen in Werbekampagnen. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Themen: Mitt Romneys frühere Tätigkeit bei Bain Capital und Frauenrechte insb. im Bereich der Gesundheitsfürsorge.
Mitt Romney arbeitete 25 Jahre für die von ihm mitgegründete Investmentfirma Bain Capital. Spezalisiert ist das Unternehmen auf den Aufkauf maroder Firmen, die dann entweder zerschlagen oder modernisiert werden, um sie anschließend mit Gewinn wieder zu verkaufen. Das ist an sich nichts Verwerfliches für einen gestandenen Kapitalisten. Romney stellt sich ja im Wahlkampf immer als Schaffer von Jobs während seiner Zeit bei Bain dar. Die Frage, die man sich jedoch jetzt stellt ist, ob der das Unternehmen wirklich wie von ihm angegeben im Februar 1999 verließ, um die Olympischen Spiele in Salt Lake City zu managen, oder ob er noch danach in irgendeiner Weise dort beschäftigt war. Wenn ja, dann könnte man ihn mit den fragwürdigen Geschäften Bain Capitals in Verbindung bringen, die mehrere Firmen in den Bankrott trieben, was tausenden Amerikanern den Job kostete oder auch durch das Outsourcing in andere Länder Leute auf die Straße setzte. Und dies würde eindeutig seiner Darstellung im Wahlkampf wiedersprechen.
Jetzt haben Journalisten Dokumente aufgetrieben, die Romney noch im Jahr 2002 als alleinigen Geschäftseigner des gesamten Unternehmens ausweisen. Romneys Antwort darauf ist, dass er für absolutes Nichts-tun noch von Bain bezahlt wurde. Na, das ist doch auch absolut glaubhaft! Was regt ihr euch also so auf?
Ich spare mir mal die Worte und überlasse Rachel Maddow das ganze, die auch seinen Gouverneuswahlkampf im Jahr 2002 näher beleuchtet:

Das zweite, aggressive dikutierte Thema sind die Frauenrechte im Bereich der Gesundheitsfürsorge. In den vergangenen Jahren hatten die Republikaner in den Bundesstaaten immer mehr Versuche unternommen, Frauen die Möglichkeit zu Schwangerschaftsabbrüchen zu nehmen. Aus meiner Sicht grenzte das schon fast an eine Behandlung von Frauen als Menschen zweiter Klasse, denen man alle Entscheidungsrechte über ihre eigenen Körper nehmen wollte. Die Demokraten halten jetzt in ihrer Kampagne dagegen:

Wer sich für dieses Thema weiterführend interessiert findet unter dem Features auf der Seite der Rachel Maddow Show alle Berichte, die seit Anfang 2012 gelaufen sind.
Visit NBCNews.com for breaking news, world news, and news about the economy
Visit NBCNews.com for breaking news, world news, and news about the economy

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen