Montag, 29. Juli 2013

Matthias Platzeck tritt zurück

Der Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck gab heute bekannt, von seinem Amt zurückzutreten. Ein Grund für diesen überraschenden Schritt war ein leichter Schlaganfall vor einigen Wochen. Doch was ist an einem Schlaganfall bitteschön leicht?
Platzecks Karriere begann als Umweltaktivist in der DDR. Er gehörte dem Runden Tisch und als Minister ohne Zuständigkeitsbereich der letzten DDR-Regierung an. Im noch jungen Brandenburg wurde er unter Ministerpräsident Stolpe Umweltminister und erlangte mit dem Oderhochwasser 1997 als "Deichgraf" traurige Berühmtheit. Anschließend machte er als Oberbürgermeister Potsdams auch überregional Karriere als Bundesvorstand und Landesvorsitzender der SPD in Brandenburg. Nach dem Rücktritt von Manfred Stolpe als Ministerpräsident folgte Platzeck in dessen große Schuhe und füllte sie gut aus. Als Vorsitzender der Bundes-SPD war Platzecks 2005 auf dem politischen Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Doch kurze Zeit später musste er diesen Posten aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Der Flughafen BER war wohl besonders schlecht für seine Gesundheit, denn immer wieder musste er sich ärztlichen Behandlungen unterziehen. Der Schlaganfall vor wenigen Wochen markiert nun den Höhepunkt einer sich anküngigenden körperlichen Reaktion auf den Stress, den die Politik mit sich bringen kann.
Ich wünsche dem "Deichgrafen" gute Erholung und ein stressfreies Leben. Und wer weiß, da Politik einen eingefleischten Politiker kaum los lässt, bleibt abzuwarten wann wir Herrn Platzeck wieder auf der politischen Bühne erleben werden.

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