Dienstag, 30. März 2010

The Dinah Shore - Zum 20.!

Während der Durchschnittsamerikaner am nächsten Wochenende Ostern feiern wird, bereiten sich gerade circa 15.000 Frauen auf DAS kulturelle Ereignis ihres Jahres vor. Zum 20. Mal findet vom 31. März bis zum 04. April das Dinah Shore Weekend statt, die größte regelmäßige Veranstaltung der amerikanischen LGBT-Gemeinde. Ob jung oder alt, ob Butch- oder Lipstick-Lesbe – sie alle finden sich zu diesem Wochenende ein.
Was ursprünglich nur ein von der Sängerin und Entertainerin Dinah Shore 1978 gegründetes Damen-Golfturnier in Palm Springs/Kalifornien war, entwickelte in den letzten 20 Jahren ein Eigenleben. Das erste Dinah Shore Weekend fand 1986 statt, als Lesben im Rahmen des Golfturniers zusammenkamen. Formale Dinner und informelle Partys folgten auf das Turnier und man begann dort Geld die Human Rights Campaign und den AIDS Service zu sammeln. Der Trend hin zur „Lesbian Spring Break“ war bald klar und wurde von den beiden Clubbesitzerinnen und Partyveranstalterinnen Robin Gans und Sandy Sachs aufgegriffen Die Gründerinnen der „Girl Bars“ in L.A., Chicago und Las Vegas veranstalteten zum ersten Mal 1990 dieses Partywochenende. Doch erst als 1992 Mariah Hanson, die Besitzerin des Club Skirts, zu ihnen stieß, wurde das Dinah Shore Weekend zu einem Großereignis. Es begann mit einem Hotel, in dem die Partys, Fundraiser, Konzerte und Veranstaltungen stattfanden und hat sich nun auf mehrere Locations ausgedehnt. Eine Kooperation der Showtime-Serie The L-Word mit den Veranstaltern resultierte in der Folge „Looking Back“ (Die Cracks sollten es wissen: Es ist die Folge in der Tina von dem natürlich unabsichtlich verlorenen Ohrring berichtet und Bettes Anfang vom Ende beginnt.) und einem drastischen Anstieg der Besucherzahlen im Jahr 2005. Zusammen mit Mariah Hanson veranstaltete The L Word das Be Scene-Event, bei dem die L-Worddarstellerinnen wie z.B. Leisha Hailey, Kate Moennig, Jane Lynch und L-Word „Godmother“ Ilene Chaiken von den Zuschauerinnen interpretierte Szenen aus der Serie beurteilten. Trotz Wirtschaftskrise konnten die Veranstalter im letzten Jahr 5% mehr Tickets als 2008 verkaufen. Das mag auch an der außergewöhnlichen Aneinanderreihung an Stars gelegen haben. Katy Perry und Lady Gaga unterbrachen ihre Tourneen für einen Auftritt beim Dinah, die Indigo Girls und Uh Huh Her traten auf, Comedians wie Suzanne Westenhoefer verbreiteten gute Laune und die ausgedehnten Pool Partys (Natürlich erst ab 21!) waren von jederfraus Geschmack.
In diesem Jahr hoffen die beiden Veranstalter, Girl Bar und Club Skirts, auf eine zumindest ebenso hohe Besucherinnenzahl. Robin Gans und Sandy Sachs konnten Kelly Rowland, Kelis und Samantha Ronson gewinnen und in Mariah Hansons Club Skirts werden Salt ’n Pepa und die unverwechselbaren God-Des and She auftreten. Elizabeth „Dawn Denbo“ Keener wird sich genauso die Ehre geben wie Sarah Shahi, die Damen von Afterellen.com’s Cherry Bomb und Bridget McManus. Und wo Bridget ist, sollte auch ihre bessere Hälfte, die neue Chefredakteurin von Afterellen.com, Karman Kregloe zu finden sein.
Zwischen Pool Partys, Konzerten und den Auftritten von Comedians ist aber auch heute noch Zeit, um Spenden für die Human Rights Campaign oder Equality Now zu sammeln.
Wenn ab morgen mehr an die 15.000 Frauen in Palm Springs einfallen, kann man getrost von einem Östrogenüberschuss sprechen.

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