Mittwoch, 9. November 2011

Nebel, Wasser, gaga, Zahnarzt

Es gibt Tage, die man einfach nur hinter sich bringen möchte. Maya schrieb 2009 schon einmal über „Das unheimliche Treiben der Weihnachtsgeister“ auf diesem Blog und schilderte ihre kuriose Bahnfahrt von Greifswald nach Berlin. Bei mir fing heute alles mit einem Blick aus dem Fenster an: dicker Nebel. Ächz, bibber! Das erinnerte mich sehr an viele Herbste an der Ostsee. Auf dem Weg zur Arbeit traf ich dann zwei meiner Kolleginnen und wir erlebten ein wahres Mysterium!

Da war Wasser, wo gar keins sein konnte! In der Tasche einer Kollegin war offensichtlich Wasser ausgelaufen. Problem nur: Ihre Wasserflasche war fest zu und der Wasserfleck war auch noch an der Seite der Tasche, an der die Flasche nicht war. Ein wahres Mysterium! Dann stellten wir auch noch fest, dass wir alle nicht besonders ausgeruht und klar bei Verstand waren – um nicht zu sagen total gaga. Wir waren uns einig, dass wir uns im vorübergehenden Zustand der Störung der Geistestätigkeit gem. §105 II BGB befanden, was ja sonst nur bei starkem Alkoholpegel und Drogenkonsum in Betracht kommt. (Allein schon das Zitieren des BGB zeigt wie gaga wir eigentlich waren!) Geschäfte machen, hätte man aber in diesem Zustand mit uns wohl nicht mehr können. Wir sahen für unser gaga Verhalten eine ganz klare Ursache: Zu viel Nebel eingeatmet! Das ganze setzte sich dann im Laufe des Tages fort: Konzentration gegen 0 und Gedächtnis auf Sparflamme.
Das alles wäre ja nun gar nicht so schlimm, wenn ich dann zu Hause nicht etwas gegessen hätte. Ein kräftiger Biss und aus war es mit meinem schönen linken Schneidezahn. Da war mit doch ein großes Stück, ca. 1/5 der Oberfläche, heraus gebrochen! Alles Fluchen half nichts. Auf ging es zur Zahnärztin, die glücklicherweise nur 5 Fußminuten von mir entfernt ist. Ich kam auch ganz schnell ran und dann kam die Frage, die meinen Tag endgültig abhakenswerte machte: „Haben Sie sich etwa geprügelt?“ Nein, Frau Doktor. Dann hätte ich wahrscheinlich auch eine dicke Lippe oder ein blaues Auge. Herzlichen Dank!

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