Manchmal passieren im Krankenhaus Sachen über die man sich echt totlachen kann. So zum Beispiel vor ein paar Tagen:
Wir holten einen Patienten von der Intensivstation, der zum zweiten Mal innerhalb von 8 Wochen einen Spontanpneumothorax linksseitig hat. Kurz gesagt: seine Lunge war zusammengefallen. Behandelt wird das mit einer Thoraxdrainage, was wiederum ein Schlauch ist, der nun in seiner Brust steckte. Deshalb war er auch sehr schwach und hatte so starke Schmerzen, dass er jedes Mal wenn man ihn nur berührte, zusammenzuckte. Dazu kamen dann noch Übelkeit und das Problem, dass er seit längerer Zeit kein Wasser mehr gelassen hatte. Also haben wir ihm eine Urinflasche hingestellt.
Nach einiger Zeit, dachten wir zumindest, dass er ein wenig Wasser (so 100 ml) gelassen hatte, da etwas in der Urinflasche drin war. Allerdings hatte das, was da drin war leider nicht die Konsistenz und Farbe von gesundem Urin. Sprich meine Kollegin hat gleich mal eine Probe für den Urin-Status abgenommen, um heraus zu finden ob der Pneumothorax auch gleich noch ein Problem in seinem Nieren- und Harntrakt verursacht hatte. Ich habe dann diese Probe runter ins Labor gebracht und dort abgegeben. Alles ging seinen Gang.
Später wurden dann natürlich im Schwesternzimmer Vermutungen darüber angestellt, warum der Urin so unnormal war. Das erste was meiner Kollegin einfiel: Ejakulat. Das Zweite: der Patient hat Steroide oder ähnliches genommen, da er sehr sportlich ist.
Aber die Lösung sollte viel einfacher sein. Etwas später war meine Kollegin wieder in dem Zimmer und da stellte sich heraus, dass es nicht Urin sondern Erbrochenes war.
Lachen ist gesund. Und erst recht im Krankenhaus.
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