Samstag, 10. September 2011
9/11 Wie ich den Tag erlebte
An Dienstag, dem 11. September 2001, war ich wie üblich zur Schule gegangen und nach einem anstrengenden Tag in der 13. Klasse eines kleinstädtischen, Brandenburger Gymnasiums nachhause gekommen. Ein spätes Mittagessen, vorbereitet von meiner Oma, später, fand ich mich im Sommerwohnzimmer in meinem Elternhaus wieder, das heute nur noch als Esszimmer genutzt wird. Ich erinnere mich nicht mehr, was ich mir im Fernsehen ansehen wollte, doch eines ist mir ins Gedächtnis gebrannt: die Berichterstattung von Peter Klöppel von RTL. Nicht verstehend, was es bedeutete, was ich da eigentlich mit ansah, saß ich stundenlang vor dem Fernseher und erlebte mit, wie das zweite Flugzeug vor meinen Augen in den zweiten Turm des World Trade Centre einschlug. Ich erlebte, wie Menschen aus den Türmen sprangen, wie die Türme in sich zusammen stürzten. Wenn ich bis dahin nicht glaubte, dass sich manche Ereignisse in das Gedächtnis einbrennen können, so weiß ich es jetzt besser. Die Fassungslosigkeit und das langsame Begreifen der Folgen, die ich an diesem Tag spürte, sind nach wie vor greifbar, erfahrbar. Das Entsetzen, die Hilflosigkeit und die Trauer sind nach wie vor in mir.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen