Wenn das Jahr 2013 so weitergeht, wie es angefangen hat, dann befürchte ich Schlimmes! Drei Tage Arbeit und ich bin schon wieder gestresst. Am vergangenen Mittwoch begann alles noch ganz harmlos. Ich fuhr zur Arbeit, arbeitete achteinhalb Stunden und fuhr wieder nachhause. Ein ganz normaler Tag. Als ich dann aber am nächsten Morgen in mein Büro kam, sah ich schon auf meinem Schreibtisch einen Stapel Post liegen. Spätestens da hätte ich aus meinem Büro schleichen und den nächsten Arzt zwecks Krankschreibung aufsuchen sollen. Doch nichts da! Neugierig wie ich bin, griff ich mir den Papierberg und began zu lesen.
Und am Anfang war es ja auch noch lustig. So früh am Morgen hatte ich mich lange nicht mehr so gut über die Begründungen der Antragsteller amüsiert. Was ich da alles zu lesen bekam! Die Ausrede, der Hund hätte die Hausaufgaben gefressen, die jeder Zweite schon mal in der Schule benutzt oder gehört hat, ist dagegen harmlos. Die dreisteste war die, die meinem Arbeitgeber selbst die Schuld für die nun beantragte Fristverlängerung gab. Ja, ja ... Aber meine Freude wärte nicht lange, denn nun musste ich den Berg bearbeiten. Und bis zum bitteren Ende (meinem Feierabend) war ich damit beschäftigt. Nach der Arbeit wollte ich dann in einer Schwimmhalle in der Nähe schwimmen gehen ... zwecks Stressabbau. Dort angekommen, traute ich meinen Augen kaum als ich durch die Fenster von außen hineinsah. Wie man so schön in meiner Heimat sagt: Da war Mord und Totschlag los! Soll heißen, die Halle war proppe voll. Das lag wohl daran, dass in Berlin immer noch Weihnachtsferien waren und dies auch noch der einzige Tag in der Woche war, an dem die Halle mal länger als 14 Uhr auf hatte. So viel zum Stressabbau beim Schwimmen! Mit sechs Personen in einer 25 Meter Bahn zu schwimmen, ist nicht meine Vorstellung davon. Also fuhr ich frustriert und ohne Schwimmeinheit nachhause. Als wäre dieser Tag nicht schon verkorkst genug gewesen, ging es zu Hause weiter. Da wollte ich ganz normal meinen Schrank öffnen, als plötzlich der Türgriff des Schranks in der Mitte durchbrach und ich mich auch noch fast an der Bruchkante schnitt.
Nun gut, mag man sagen, so einen Tag sollte man schnell abhaken und nicht mehr daran denken. Ich kann nur hoffen, dass das alte Sprichwort zutrifft: "Schlimmer kann es nicht mehr kommen." Falls nicht, dann denke ich ernsthaft daran die Maya für ihre falsche Weltuntergangsvorhersage zu verklagen!
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