Dienstag, 16. April 2013

Boston, ein Ort in der Chronik des Terrors

Der Boston Marathon ist einer der ganz großen und ältesten in seiner Kategorie. Jedes Jahr am Patriot's Day, dem dritten Montag im April, versammeln sich ca. 20.000 Läufer aus der ganzen Welt und etwa eine halbe Million Zuschauer zu diesem eindrucksvollen Sportereignis. In diesem Jahr endete der Marathon im Grauen.
Drei Tote, 140 Verletzte - man muss ja fast schon sagen "glücklicherweise nicht mehr" - fielen einem feigen, terroristischen Anschlag zum Opfer. Während nun die Behörden auf der Jagd nach dem oder den Tätern sind, ist es auch an der Zeit auf die vielen Anschläge in den USA in den letzten 20 Jahren zurückzublicken. Einen Überblick bietet tagesschau.de. Was mich persönlich erstaunt hat, ist, dass sich die dort aufgelisteten Anschläge bezüglich der Herkunft ihrer Täter, d.h. ob sie US-Amerikaner oder nicht waren, ungefähr die Waage halten. Meine Folgerung daraus ist, dass es in den USA selbst mindesten genau so viel gesellschaftliches Sprengpotenzial (oder um es mit Stein Rokkan zu dagen "cleavages") gibt, wie es international und vorallem bezogen auf die islamische Welt Unstimmigkeiten mit dem USA gibt. Dies mag man nun interpretieren wie man will. 
Meine Trauer ist heute mit den drei Toten von Boston.

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