Mittwoch, 7. März 2012

Republikanischer Fleischsalat am Super Tuesday

Fleischwurst, Gurken, Zwiebeln, Majonnaise, Gewürze und allerlei anderes kann ein Fleischsalat beinhalten. Republikanischer Fleischsalat beinhaltet einen mühsamen Mitt Romney, einen Schuss extremen Rick Santorum, etwas Bitteres mit dem Namen Newt Gingrisch und Staubtrockenheit von Ron Paul und alles Zusammengehalten durch die Republikanische Partei. Dazu noch einige Prisen Lüge und Behauptung in Form von Wahlkampfspots. Fertig! ... Lecker!
Das (magenverstimmende) Ergebnis dieses Fleischsalats gab es am gestrigen "Super Tuesday", an dem in gleich zehn US-Bundesstaaten Vorwahlen stattfanden. Was eine Vorentscheidung hätte sein können, zeigte einmal mehr die Schwäche und Zerrissenheit der Partei. Romney gewann zwar in sechs der zehn Staaten, doch wählten die religiösen Südstaaten Santorum bzw. Gingrich. Selbst das wichtige, weil bevölkerungsdiverse Ohio gewann Romney nur in dem der fünfmal mehr Geld in die Kampagne investierte als Santorum. Inzwischen macht man sich auch schon Gedanken darüber, was wäre, wenn keiner der Kandidaten bis zum Parteitag Ende August die 1144 notwendigen Delegierten für seine entgültige Nominierung bekommen würde. Gemunkelt wird, dass dann sogar ein ganz neuer Kandidat wie Jeb Bush, früherer Gouverneur von Florida, zur Kandidatur als Präsidentschaftskandidat aufgestellt werden könnte.
Die GOP heute zeigt sich immer mehr als "Grumpy Old Party" und nicht als "Grand Old Party", wie Stefan Kornelius in der Süddeutschen schreibt.
Das Ganze nutzt nur einem: dem amtierenden Präsidenten. Der braucht momentan so gut wie keinen Wahlkampf zu machen. Er hat ja auch genug andere Probleme.

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