Freitag, 16. August 2013

Das ägyptische Nadelöhr - der Suezkanal

Die Lage in Ägypten ist erschreckend. Proteste, Straßenschlachten, Tote und Verletzte. Bürger die sich gegen Mitbürger wenden. Ein Land am Rande eines Bürgerkriegs. Und das ist auch wirklich das Letzte was die arabische Welt jetzt brauchen könnte. Aber nicht nur diese ist davon betroffen, denn auch die Weltwirtschaft könnte im Zweifel in arge Mitleidenschaft gezogen werden.
Ägypten ist nicht nur ein beliebtes touristisches Ziel insbesondere von uns Deutschen, sowie ein großer Agrarexporteur (mmh Frühkartoffeln), sondern es kontrolliert auch einen neuralgischen Punkt was Warenbewegungen angeht - den Suezkanal.
Über den 193 km langen, 1869 eröffneten Wasserweg gelangen so manche Waren und insbesondere Rohöl nach Europa. Die 17.200 Schiffe, die im letzten Jahr den Kanal passierten, transportierten 739.000 Tonnen an Gütern. Welche Folgen allein die Unruhen in Ägypten in den letzten Tagen haben können, zeigt sich an den Börsen, denn die Ölpreise stiegen in wenigen Tagen um 4%.
Obwohl momentan kein Zweifel daran bestehen kann, dass die (von den USA) gut ausgerüstete ägyptische Armee den Kanal beschützen kann, zeigen die Ereignisse des Sechstagekriegs von 1967, als der Kanal schwer beschädigt wurde, dass Reperaturen lange dauern können. Damals wurde der Suezkanal nämlich erst wieder 1975 nach dem Jom-Kippur-Krieg wiedereröffnet.
Da bleibt nur eines: des Hoffen auf eine Beruhigung der Lage und das Ende des Blutvergießens in Ägypten.

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