Ja, man kann so einiges sagen über unsere in den Alpen lebenden, immer noch Bunker bauende, Militärgewehre in den Haushalten aufbewahrende, das Steuergeheimnis nur widerwillig lockernde und abstimmungswütige Nachbarn - die Schweizer Eidgenossen. Doch ihre Eigenwilligkeit bringt oft auch Gutes hervor. So verbot das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft heute die Ausfuhr eines Skiliftes nach Nordkorea.
Skilifte in Nordkorea?, mag sich nun der ein oder andere fragen. Ja klar, der neue Diktator eines quasi "Familien"-regimes, Kim Jong Un, der selbst unter einem Decknamen ein Schweizer Internat besuchte, wollte als Antwort auf die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea ein eigenes Propagandaprojekt voran treiben. Doch wozu ein Skiresort wenn große Teile der nordkoreanischen Bevölkerung kaum überleben können? Diese Frage stellte sich dem Diktator wohl nicht, doch der Schweizer Regierung schon. Und da stark daran gezweifelt werden kann, dass dieses Skiresort der breiten nordkoreanischen Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird, untersagte sie dem Unternehmen Bartholet Maschinenbau die Erfüllung des 5,2 Mio. Euro Projektes.
Und ja, das ist nicht der erste Rückschritt bei der Ausführung des Bauprojekts. Österreichische und französische Hersteller lehnen aus den gleichen Gründen Aufträge ab und auch die Natur scheint mit heftigen Regenfällen und Erdrutschen etwas gegen das Projekt zu haben.
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