In den vergangenen neunzehn Jahren bereiste Christiane Amanpour die Krisenherde rund um den Globus für CNN. Sie machte sich in den 90ern einen Namen durch ihre Reportagen vom Balkan, aus Ruanda, Somalia und Irak … Inzwischen zählt sie zu den Besten ihres Faches. Neun Emmys, sechs Ehrendoktorwürden und der Titel “Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE)”, den sie 2007 von Königin Elisabeth II. verliehen bekam, sind nur einige der Ehrungen für ihre Reportagen. Sie interviewte die Premierminister, Präsidenten, Diktatoren und Kriegsherren dieser Erde und geht nun allabendlich bei CNN eine halbe Stunde lang auf Sendung. Dabei diskutiert sie entweder ein weltpolitisches Thema mit zwei Gästen oder zwei Themen mit einem Gast. Dabei wird dem Zuschauer schnell klar, dass eine halbe Stunde wesentlich zu kurz ist für eine solche Sendung. Es mag zwar für den Zuschauer schon quälend genug sein, Robert Mugabes „Wahnvorstellungen“ von einem heilen Simbabwe nur eine Viertelstunde folgen zu müssen; doch ist es nicht gerade das „Wahnsinnige“ das fasziniert?
Dank Amanpours Bedeutung in der journalistischen Welt war die Liste ihrer Gäste seit Beginn der Sendung am 21. September sehr illuster. Oder wer hat schon in einer Woche Toni Blair, Jacob Zuma, den südafrikanischen Präsident, den UN-Abgesandten für den Mittleren Osten Terje Roed-Larsen UND Robert Mugabe zu Gast?
In Woche 2 der Sendung ging es nicht weniger hochkarätig zu. Christiane Amanpour sprach mit der ehemaligen US-Außenministerin über den Irak und die jüngsten Entwicklungen in den Atomverhandlungen mit dem Iran. Bereichert wird die Sendung durch die zahlreichen Webcasts auf der Homepage der Sendung und Christiane Amanpour’s Facebook Seite. Da kann man so einiges über Madeleine Albrights „Pin Diplomacy“ erfahren oder noch mal eingehend Robert Mugabe lauschen.
Was man der Sendung vorwerfen kann und man Amanpour immer wieder vorgeworfen hat, ist ihre Subjektivität. Gegenfrage: Gab es jemals objektives Fernsehen? Und wenn ja, lief es dann bei CNN? Davon abgesehen ist diese Sendung ganz Amanpour. Wer ihre Reportagen kennt, wird sich in dieser Sendung schnell wieder finden.
Heute Abend, 21 Uhr, CNN: Christiane Amanpour redet mit Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Robert Gates über die US-Außenpolitik.
Pin Diplomacy mit Madeleine Albright
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